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Enerige & Management > Unternehmen - Stadtwerke Hannover leiten Unternehmensumbau ein
Bild: Stadtwerke Hannover
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Stadtwerke Hannover leiten Unternehmensumbau ein
„Klar zur Wende“ – unter dieses Motto haben die Stadtwerke Hannover ihr Unternehmenskonzept „K2025“ vorgestellt.
 
Die am 25. November vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Hannover abgesegnete Unternehmensstrategie wird auf Erneuerbare sowie auf innovative Dienstleistungen ausgerichtet, um „im Markt der Zukunft“ wettbewerbsfähig zu bleiben, betonte Stadtwerke-Chef Michael Feist. Bis 2025 sind für diesen Unternehmensumbau Investitionen in Höhe von rund 1,5 Mrd. Euro vorgesehen.

„Die Stadtwerke Hannover wird es auch in zehn Jahren noch geben“, ist sich Aufsichtsratschef und Stadtkämmerer Marc Hansmann sicher. Anders als bei manchen Mitbewerbern seien weder Kapitalzuführungen noch Verluste zu befürchten. Dafür werden sich die Gewinne bei rund 80 Mio. Euro jährlich einpendeln, rechnet er. Im laufenden Jahr werden noch einmal knapp 87 Mio. Euro ausgeschüttet. In den fetten Jahren lieferte der Versorger bis zu 130 Mio. Euro an die Gesellschafter ab.

„Wir müssen weg von großen zentralen Erzeugungseinheiten zu dezentralen Lösungen“, so Feist. Rund 330 Mio. Euro sollen daher in den Ausbau der Windenergie fließen. Rund 20 Standorte seien aktuell in der näheren Prüfung. Erst kürzlich hatten die Stadtwerke den 52-MW-Windpark Groß Eilstorf bei Walsrode übernommen. Über ein Drittel der bis 2025 geplanten 1,75 Mrd. kWh Ökostrom soll aus Windkraft kommen. Mit aktuell rund 800 Mio. kWh Regenerativstrom, der bereits heute den Bedarf aller Haushaltskunden der Stadtwerke Hannover abdeckt, liege man sogar leicht über Plan.

Erneuerbare, Contracting und Kraftwerksrückbau

Rund 280 Mio. Euro will das Unternehmen bis 2025 in Contracting investieren, davon allein 180 Mio. Euro im Baltikum, wo die Tochter Danpower Baltic im litauischen Vilnius gerade ein neues Biomasse-Heizwerk einweihte. Eine weitere Kooperation ist in Lettland geplant. Die Stadtwerke beschäftigen sich zudem mit einem Batteriespeicherprojekt sowie der Systemintegration von Erneuerbaren. Ein neuer Fernwärmespeicher soll helfen, mit den Heizkraftwerken flexibler am Strommarkt zu agieren.

Auf die Stilllegung des Kohlekraftwerks Mehrum bereite sich das Unternehmen bis spätestens 2025 vor, so Feist weiter. Da der Netzbetreiber TenneT das Kraftwerk immer noch für relevant halte und regelmäßig in den Betrieb eingreife, wolle man sich den endgültigen Termin bis nach dem Abschalten der Atommeiler 2022 offenhalten. „Eventuell können wir einen Teil der Rückbaukosten von 15 Mio. Euro wieder herausbekommen“, so Technik-Vorstand Harald Noske. Die komplette Stilllegung mit Sozialkosten schlage mit 40 Mio. Euro zu Buche.

Auch harte Einschnitte wie der Abbau von 300 Arbeitsplätzen sowie die Reduzierung der Fixkosten sind vorgesehen, um die Wende zu schaffen. Zudem sollen neue Geschäftsfelder wie die Breitbandkabelnetze der Telekommunikationstochter htp ausgebaut werden. Investieren wollen die Stadtwerke Hannover zudem in virtuelle Kraftwerke, um dezentrale Erzeugung, Speicher und flexible Lasten systemisch zu verknüpfen. Im Vertrieb sollen moderne Produkte (Flatrates) entwickelt und die Online-Services für Kunden ausgebaut werden.

 
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Donnerstag, 26.11.2015, 10:06 Uhr