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Enerige & Management > Stadtwerke - Stadtwerke Hannover mit neuem Zukunftskonzept
Bild: Fotolia.com, nmann77
STADTWERKE:
Stadtwerke Hannover mit neuem Zukunftskonzept
Die Stadtwerke Hannover wollen mit ihrem neuen Unternehmenskonzept „K2025“ einen strikten Sparkurs einschlagen.
 
Auch die Stadtwerke Hannover reagieren auf die sich verändernden Bedingungen am Energiemarkt. Ohne Gegenmaßnahmen wie Personalabbau und Kraftwerksstillegungen könne das Unternehmen in den nächsten zehn Jahren kaum mehr Gewinn ausweisen, heißt es. Daher sollen langfristig – vor allem durch Altersteilzeit – rund 300 der 2 500 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Basis der Zahlen ist ein internes Konzept, das am 4. November im Aufsichtsrat diskutiert werden soll. Arbeitsdirektor Jochen Westerholz bestätigte am 29. Oktober, dass demnach ab 2020 jährlich rund 100 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und in Rente oder in Altersteilzeit gehen sollen.

Die befürchteten Gewinneinbrüche treffen auch Hannovers Stadtkasse: An Kämmerer Marc Hansmann, zugleich Stadtwerke-Aufsichtsratschef, flossen 2014 mit 89 Mio. Euro etwa 10 % weniger als im Vorjahr. Die Gewinnabführung könnte nochmals um 30 % schrumpfen, weil die Stadtwerke Geld brauchen, um in Windparks zu investieren.

Probleme bereitet auch in Hannover die konventionelle Erzeugung. In drei Großkraftwerken produzieren die Stadtwerke Strom. Da die beiden Anlagen in Stöcken (Gemeinschaftskraftwerk auf Kohlebasis) und Linden (GuD-Anlage) auch Fernwärme erzeugen, stehen sie nicht zur Disposition.

Doch der Kohlemeiler in Mehrum bei Peine soll in den nächsten Jahren komplett abgeschrieben und bis 2025 stillgelegt werden. Mehrum ist bundesweit das Kraftwerk, das am häufigsten von Redispatch-Eingriffen betroffen ist. Allein durch diese Drosselung entstehen laut Technik-Vorstand Harald Noske jährliche Kosten von rund 2 Mio. Euro.

Investitionsschwerpunkt Windkraft

Für die Stromproduktion wollen die Stadtwerke künftig stärker auf Windparks setzen. So soll innerhalb der nächsten zehn Jahre der weit überwiegende Teil der Öko-Investitionen von 600 Mio. Euro in diesen Bereich fließen. Die Windkraftkapazität von heute knapp 40 MW soll verfünffacht werden. Damit würde sich der Anteil der Erneuerbaren an der Stromerzeugung auf 43 % erhöhen.

Nach der schon beantragten Stilllegung des Gaskraftwerkes Herrenhausen sollen dort auf dem Gelände innovative Nischenprojekte entstehen, darunter ein Batteriespeicher, Photovoltaik-Anlagen und ein sogenanntes virtuelles Kraftwerk, eine intelligente Verknüpfung von bestehenden und neuen Anlagen.

Ob die neue Strategie so auch vom Aufsichtsrat abgesegnet wird, bleibt abzuwarten, zumal alle drei Vorstände innerhalb der nächsten drei Jahre altersbedingt ausscheiden. Bereits am 1. April nächsten Jahres tritt die Wienerin Susanna Zapreva die Nachfolge von Stadtwerke-Chef Michael Feist an.

 
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Freitag, 30.10.2015, 13:42 Uhr