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Enerige & Management > Regenerative - Start von großindustriellem Power-to-Gas-Projekt
Bild: Jonas Rosenberger / E&M
REGENERATIVE:
Start von großindustriellem Power-to-Gas-Projekt
Im Industriepark Brunsbüttel wollen die Partner Arge Netz, MAN Energy Solutions und Vattenfall ein Großprojekt zur Herstellung synthetischer Gase bauen.
 
Nach Angaben der drei Projektpartner soll „HySynGas“ das weltweit erste industrielle Großprojekt dieser Art werden. Geplant ist ein Elektrolyseur zur Erzeugung von grünem Wasserstoff mit einer Leistung von mindestens 50 MW und eine Anlage zur Herstellung synthetischen Methans mit einem Ausstoß von mindestens 40 Tonnen pro Tag.
 
Die Anlage soll mit regionalem Strom aus erneuerbaren Energien zunächst Wasserstoff und dann synthetisches Erdgas herstellen, das dann als Treibstoff für Busse, Lkw und Schiffe oder für den Einsatz in Gaskraftwerken und in der Industrie zur Verfügung stehen soll.
 
Weil sich das System auch wegen der aktuellen gesetzgeberischen Rahmenbedingungen derzeit noch nicht wirtschaftlich rechnet, bewerben sich die drei Unternehmen mit der Anlage für die Teilnahme an den Reallabor-Projekten des Bundeswirtschaftsministeriums.
 
Am Standort im Industriepark Brunsbüttel will man vor allem die in der Region in großen Mengen verfügbaren erneuerbaren Energien nutzen. Die Power-to-Gas-Anlage soll auch so betrieben werden, dass sie das Stromnetz stabilisiert. Die Erneuerbaren-Unternehmensgruppe Arge Netz hat sich deswegen nach Aussage ihres Geschäftsführers Stephan Frense ganz bewusst für den Industriepark Brunsbüttel als Standort entschieden. Der in der Anlage erzeugte grüne Wasserstoff könne der Industrie helfen, ihren CO2-Ausstoß deutlich zu verringern. „Das Projekt ist ein zentraler Baustein für eine ganzheitliche Energiewende und legt zugleich die Basis für den Power-to-Gas-Hub in Norddeutschland“, sagt Frese.
 
Errichten wird die Anlage MAN Energy Solutions. Deren Vorstandsvorsitzender Uwe Lauber will mit dem Projekt den Vorsprung des deutschen Anlagenbaus in den Zukunftsmärkten Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe halten und ausbauen. Das Konsortium könne auf namhafte Abnehmer für die erzeugten Gase verweisen, darunter etwa die Volkswagen Konzernlogistik, diverse Stadtwerke aber auch Industriebtriebe vor Ort. Der Plan ist, den Wasserstoff in der Region zu nutzen und das synthetische Erdgas in das Netz einzuspeisen.
 
Lauber sieht durch die Standortwahl noch weitere Synergie-Effekte: „Mit einem möglichen künftigen LNG-Terminal in Brunsbüttel ergibt sich perspektivisch die Möglichkeit, das angelandete Erdgas klimaschonend zu veredeln, also mit grünem synthetischem Gas aus Schleswig-Holstein zu vermengen und so einen Beitrag zur Dekarbonsierung des gesamten Erdgassystems zu leisten.“
 
Das aus erneuerbaren Quellen erzeugte Gas soll vor allem die Emissionen im Verkehr senken. Bis 2030 müssten die CO2-Emissionen allein im Verkehrssektor um über 40 Prozent zurückgehen; zurzeit steigen die Emissionen aber sogar an. Eine Möglichkeit, den Trend umzukehren, wäre der verstärkte Einsatz synthetisch erzeugter Kraftstoffe.

 
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Donnerstag, 04.04.2019, 11:58 Uhr