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Enerige & Management > BHKW - Steag baut für Ford
Bild: Thomas Seeber/STEAG New Energies
BHKW:
Steag baut für Ford
Für mehr als 20 Mio. Euro bekommt das Ford-Werk in Saarlouis eine neue Energiezentrale.
 
Steag New Energies (SNE) optimiert die Energiezentrale des Ford-Werkes in Saarlouis. Künftig sorgen dort fünf Blockheizkraftwerke mit zusammen 20 MWth und 92 MWel für die Bereitstellung von Strom und Wärme bei dem Autobauer. Die ersten Aggregate wurden Anfang April 2016 geliefert, Ende 2016 soll die Energiezentrale betriebsbereit sein.

Das Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von mehr als 20 Mio. Euro steht im Mittelpunkt eines umfassenden Energiekonzeptes, mit dem SNE und Ford gemeinsam die dezentrale Versorgung des Werks mit Strom und Wärme optimieren. Der Saarbrücker Energiedienstleister übernimmt bei diesem Projekt nicht nur Planung, Bau und Finanzierung der Energieversorgung, sondern wird die Anlagen auch ferngesteuert betreiben und überwachen. Dazu sind sie auf die Zentralstation der SNE in Saarlouis aufgeschaltet.
 
CO2-Ausstoß um 20 Prozent gesenkt
 
Bisher bekam das Ford-Werk seinen Strom aus dem Netz, für die Wärmeversorgung waren Kessel und ein Anschluss an die Fernwärmeschiene Saar vorhanden. Daraus belieferte seit 1986 der Fernwärme-Verbund Saar GmbH (FVS), ein Tochterunternehmen der Steag, den Autobauer mit Wärme. Jetzt wollte man dort die Energiekosten senken und die Klimaverträglichkeit der Energieversorgung steigern. Deswegen entschied man sich für den Bau des Blockheizkraftwerkes, mit dem der Autobauer den CO2-Ausstoß am Standort Saarlouis um rund 20 Prozent reduzieren kann. „Ford hat umfassende globale Strategien und Ziele für die Minderung der Umweltbelastung. Dazu zählt unter anderem, dass der CO2-Ausstoß pro hergestelltem Fahrzeug bis zum Jahr 2025 und gegenüber 2010 um 30 Prozent reduziert werden soll. Mit dem neuen BHKW tragen wir hierzu bei“, freut sich Karl Anton, Director Vehicle Operations Ford of Europe.
 
Das zweite der insgesamt fünf BHKW wird eingebaut
Bild: Thomas Seeber/Steag New Energies

Installiert wurden im Werk in Saarlouis fünf baugleiche Motoren. Sie haben einen jährlichen Erdgasbedarf von etwa 365 000 MWh. Daraus können sie rund 149 000 MWh/a Strom und 138 000 MWh/a Wärme produzieren. Den Wärmebedarf des Werkes gibt SNE mit rund 155 000 MWh/a an. Die Energiezentrale ist so ausgelegt, dass sie den Bedarf bei Ford komplett deckt und möglichst keine Überschüsse produziert. Zur Deckung des verbleibenden Wärmebedarfs steht noch eine Anbindung an die Fernwärmeschiene bereit. Sie kann auch überschüssige Wärme der BHKW-Anlagen aufnehmen.

Diese finden ihren Platz am Standort des ehemaligen Heizwerkes. Vor dem Neubau wurden dort bestehende Kessel älterer Bauart durch die SNE demontiert; die Arbeiten dazu haben im Oktober 2015 begonnen. Das Heizwerk wurde darüber hinaus um einen Anbau erweitert, um Platz für die neuen Anlagen zu schaffen. Die in den BHKW künftig produzierte Strommenge würde ausreichen, um die 60 000 Einwohner von Saarlouis und Dillingen zu versorgen. Zur Belieferung der BHKW mit Erdgas baut der Energiedienstleister eine Hochdruckleitung sowie eine Übergabestation.

 
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Montag, 25.04.2016, 13:56 Uhr