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Enerige & Management > Photovoltaik - Unternehmensanleihe für Entwicklungshilfe mit Solarstrom
Bild: Artenauta/Fotolia
PHOTOVOLTAIK:
Unternehmensanleihe für Entwicklungshilfe mit Solarstrom
Fluchtursachen bekämpfen: Das Start-up Africa GreenTec legt eine Unternehmensanleihe in Höhe von 10 Mio. Euro auf, mit denen Stromcontainer für Mali finanziert werden sollen.
 
Die nicht öffentliche Anleihe wird über die AHP Capital Management GmbH, Frankfurt am Main, platziert, und zwar überwiegend bei professionellen und institutionellen Investoren. Ausgegeben wird die Anleihe ab sofort von der Africa GreenTec Asset GmbH, deren Geschäftsführer Heinz-Werner Binzel ehemals Vorstand von RWE Solutions war. Die Anleihe bietet 6,5% Zinsen pro Jahr.

Africa GreenTec will mit dem Emissionserlös die Lieferung und Installation von mobilen Solarcontainern in Mali finanzieren und ermöglicht damit laut den Angaben bis zu 250 000 Menschen Zugang zu sauberem Strom. Das mit verschiedenen Preisen (u.a. mit dem Climate-KIC und dem Handelsblatt Energy Award) ausgezeichnete Start-up ist damit den Angaben zufolge derzeit der einzige Privatinvestor aus Deutschland in Mali und baut das erste flexibel erweiterbare Netz von mobilen Photovoltaik-Anlagen im Süden des Landes auf.

In Mali allein haben laut den Angaben 12 000 Dörfer keinen Zugang zu Strom. Die gut 12 Meter großen Container von Africa GreenTec sind mit einer mobilen 41 kWp-Photovoltaikanlage und einem 60 kWh-Batteriespeicher ausgestattet. Damit können die Bewohner den gespeicherten Solarstrom auch nach Einbruch der Dunkelheit nutzen.

Dieselstrom ist bis zu fünfmal teurer

Der von den mobilen Kraftwerken erzeugte Solarstrom soll zu fairen Preisen an die Dorfbewohner verkauft werden. Mit den Einnahmen werden die Wartung und der Betrieb der Container sowie der Kapitaldienst bezahlt. „Mit unseren mobilen und schlüsselfertigen Solarkraftwerken bieten wir eine bezahlbare, skalierbare und nachhaltige Lösung für die Energieprobleme außerhalb größerer Städte Afrikas“, sagt Binzel.

Im Gegensatz zu Dieselmotoren sei die erneuerbare Variante der Energieversorgung für die Bewohner günstiger, sauberer und leiser. Der mit Diesel erzeugte Strom koste teilweise bis zu 1 Euro/kWh, die Dorfbewohner zahlen für den Solarstrom aus dem Container hingegen nur etwa 22 Ct/kWh.

Große Pläne als dezentraler Versorger

Die Finanzierung der Solarcontainer war zunächst über Crowdfunding gestartet. Torsten Schreiber, Gründer und Vorstand von Africa GreenTec, war Mitgründer der grünen Crowdfundig-Plattform bettervest. „Allerdings erwarten Crowdinvestoren kurze Laufzeiten von circa fünf Jahren sowie höhere Zinsen als bei unserem aktuellen Projekt“, erläutert er. „Infrastrukturprojekte wie dieses, die auch skalierbar sein müssen, richten sich daher eher an institutionelle Anleger oder Family-Offices.“

Bei Africa GreenTec verweist man darauf, dass Mali, durch das viele Fluchtrouten nach Europa führen, ein zentraler Bestandteil der Strategie der Bundesregierung ist, Fluchtursachen direkt vor Ort zu bekämpfen. „Die Bundeswehr schickt Soldaten nach Mali – Africa GreenTec Strom und sauberes Wasser“, so Schreiber. Das Start-up plant eine flächendeckende Ausstattung mit mobilen Solarcontainern und will längerfristig der größte dezentrale Energie- und Wasserversorger Afrikas werden. Dafür soll das Projekt in Mali soll den Grundstein legen.

 
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Mittwoch, 06.12.2017, 16:37 Uhr