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GAS:
Wasser-Recycling bei US-Schiefergasproduktion
Gasförderunternehmen in den USA setzen zunehmend auf Wasserrückgewinnung bei Bohrungen nach Schiefergas.
 

Der Widerstand gegen Hydraulic Fracturing, kurz Fracking genannt, wächst auch in Nordamerika. Dort kämpfen zwar bei weitem nicht so viele Menschen wie in Europa dagegen, durch das Einspritzen von mit ein bis zwei Prozent Chemikalien versetztem Wasser das Gestein aufzubrechen und Gas freizusetzen.

Aber der hohe Wasserverbrauch beim Fracking gerät in den USA zunehmend in die Kritik. Schon ist die Rede davon, dass verschwenderischer Umgang mit Wasser Menschen und Umwelt gefährde. Noch hat das zwar in Nordamerika nicht zur Einschränkung von Fracking geführt. Aber einige der Schiefergas fördernden Unternehmen beginnen umzudenken, zumal die Kosten sowohl für die Wassernutzung wie dessen ordnungsgemäße Entsorgung deutlich steigen.

Einige sehen die Wiederverwendung des Wassers als gangbaren Ausweg. Für Salvador Ayala, Vizepräsident für den Bohrtechnik-Service bei Dienstleister Schlumberger, hat das Recycling des Wassers „strategische Bedeutung" für die weitere Öl- und Gasförderung mit Hilfe von Fracking. Denn das Unternehmen schätzt, dass bis 2035 weltweit eine Million solcher Fracking-Bohrungen niedergebracht werden. Das bedeute einen gewaltigen Wasserverbrauch.

Die 2011 niedergebrachten 35 000 Bohrungen haben den USA zwar den höchsten Stand der heimischen Öl-und Gasvorräte seit 14 Jahren beschert, aber die US-Umweltschutz-Agentur schätzt den Wasserverbrauch dafür auf 266 bis 532 Mrd. l. Weil dies nicht so weiter gehen könne, gebe es zum Recycling des Wassers gar keine Alternative. Manche wittern darin sogar eine neue Goldgrube, ein mögliches Milliardengeschäft.

Auch das Entsorgen des kontaminierten Wassers kostet immer mehr. Jeanie Oudin, Analystin der Energie-Consulting-Gruppe Wood Mackenzie, kennt Fälle, in denen Ölfirmen schon fast 4 Cent für die Entsorgung eines Liters Brauchwasser zahlen müssen. Im Schnitt könnten Energieunternehmen über Recycling etwa ein Viertel davon sparen.

Kein Wunder, dass große Konzerne wie Halliburton oder Chesapeake Energy inzwischen auf das Recycling des Fracking-Wassers setzen. Selbst kleinere Anbieter der Recycling-Technik wie Select Energy Services im texanischen Houston oder Ecologix haben prall gefüllte Auftragsbücher. Trotzdem setzt sich das Wasser-Recycling in Nordamerika nur langsam durch. Das zeigt das Beispiel Pennsylvania. Von den 14,1 Mio. l beim Fracking eingesetzten Wasser wurden gerade einmal 2,8 Mio. l recycelt. Aber immerhin stieg insgesamt die Quote von 12,7 % im Jahr 2011 auf 16,8 % im laufenden Jahr.


 
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Donnerstag, 29.11.2012, 10:31 Uhr