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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Weltweiter Windkraftausbau wieder im Aufschwung
Bild: psdesign1 / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
Weltweiter Windkraftausbau wieder im Aufschwung
Dank der Offshore-Windenergie hat es im vergangenen Jahr den bislang weltweit zweithöchsten Zubau im Windsektor gegeben, besagt die neue Statistik des Global Wind Energie Council.
 
Mit einer Leistung von 60.400 MW war 2019 das Jahr, mit dem weltweit bislang zweithöchsten Windkraftausbau. Ein erfreulicher Turnaround nach den zuletzt beiden Abschwungjahren in Folge. Nur 2015 hatte es laut dem Global Wind Report 2019, den der Global Wind Energy Council (GWEC) jüngst vorgestellt hat, mit 63.800 MW an Land und auf See einen höheren Zubau gegeben. Im vergangenen Jahr hatte es laut der GWEC-Zahlen an Land eine neu installierte Kapazität an Land von 54.200 MW gegeben, auf See gab es ein Plus von gut 6.200 MW. Damit entfielen rund 10 % des internationalen Windkraftausbaus im vergangenen Jahr auf die Offshore-Windenergie, vor fünf Jahren lag dieser Anteil bei lediglich 5 %.

Für den Offshore-Windenergie-Sektor liegen aber bereits auch andere Zahlen vor: Das World Forum Offshore Wind hatte Ende Februar in seiner Statistik ein Plus von gut 5.200 MW vorgelegt.

Dass hinter all diesen Zahlen ein (kleines) Fragezeichen zu setzen ist, zeigt sich auch bei folgenden Angaben: So erwartet GWEC für dieses Jahr einen neuen Rekordausbau von annähernd 76.000 MW an Land und auf See. Gleichzeitig schränkt der Weltwindenergieverbrand ein, die Auswirkungen der aktuellen Corona-Pandemie nicht einschätzen zu können – was verständlich ist. Die schottischen Marktanalysten von Wood Mackenzie haben deshalb vor kurzem ihre Ausbauprognose für den diesjährigen Ausbau der Windenergie rund um den Globusl bereits um knapp 5.000 auf 73.000 MW nach unten korrigiert.

 
Die Zahl neuer Windparks, wie hier der Havoygavlen Windpark in Norwegen, nahm im vergangenen Jahr wieder deutlich zu.
 Bild: Larry Lamsa

Für die kommenden fünf Jahre sieht GWEC den Zubau der weltweiten Windkraftleistung jeweils über der 70.000-MW-Marke liegen. Für GWEC-Geschäftsführer Ben Backwell zu wenig, um die Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen von Ende 2015 zu erreichen: „Um wirklich den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, müssten wir in der kommenden Dekade jährlich einen Ausbau von mindestens 100.000 Megawatt schaffen, für die Post-2030er Jahre und danach ist eine Steigerung auf jährliche 200.000 MW notwendig.“

Nach der GWEC-Statistik sind vom letztjährigen Windkraftausbau an Land in Höhe von 54.200 MW auf China und die USA mit 23.800 MW und 9.100 MW rund 60 % entfallen. Danach folgten Indien (knapp 2.400 MW), Schweden (gut 1.600 MW) und Frankreich (etwa 1.300 MW). Anderes ausgedrückt: Dieses Quintett summierte rund 72 % der 2019er Neuinstallationen im Windsektor.

 
Entwicklung des weltweiten Windenergie-Zubaus seit 2015.
Grafik: Global Wind Energy Council

Angesichts der seit gut zwei Jahren anhaltenden Grabenkämpfe zwischen den schwarz-roten Regierungsfraktionen ist der deutsche Windmarkt mit einer neu installierten Bruttoleistung von 1.078 MW aus den Top-Fünf-Positionen gefallen.

Aber nicht nur Deutschland enttäuschte im vergangenen Jahr: Auch Länder wie Brasilien mit 745 MW oder Kanada bei 597 MW blieben deutlich unter früheren Ausbaumarken. Auch in Afrika ist der Ausbau der Windenergie nicht richtig vorangekommen: Zwar gab es in Ägypten ein Plus von 262 MW, dagegen ist in Südafrika und Kenia, beides Hoffnungsmärkte der vergangenen Jahre, 2019 nicht eine einzige Windturbine neu in Betrieb gegangen.

 
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