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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Windenergie als neuer Jobmotor in Europa
Bild: psdesign1 / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
Windenergie als neuer Jobmotor in Europa
Die Windkraft kann erheblich zur wirtschaftlichen Gesundung nach der Pandemie-Krise beitragen, zeigt eine neue Studie des Branchenverbandes Wind Europe.
 
Das Ergebnis überrascht erst einmal nicht: Wind Europe, die europäische Lobbyorganisation der Windindustrie, empfiehlt den Regierungschefs der EU-Staaten auf die Windenergie als Investitions- und Jobmotor für ihre Konjunkturprogramme zu setzen, um die Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie zu überwinden.

Wesentlich interessanter sind da schon die Zahlen, die Wind Europa mit einer Studie vorgelegt hat, um den Stellenwert dieser Empfehlung zu erhöhen. Nach den von der Unternehmensberatung Wood Mackenzie vorgelegten Berechnungen könnten bis Ende dieses Jahrzehnts 150.000 neue Jobs in der Windbranche entstehen, die Gesamtzahl der Beschäftigten läge dann bei 450.000. Außerdem könnte die Windenergie an Land und auf See rund 30 % zum europäischen Stromverbrauch beisteuern, eine Verdoppelung zur aktuellen Situation. Und nicht zuletzt: Die Windbranche ist in der Lage, jährlich rund 50 Mrd. Euro zum Bruttosozialprodukt Europas beizutragen; derzeit sind es etwa 37 Mrd. Euro.

Ob sich die Prognosen erfüllen, hängt im Wesentlichen von der Umsetzung der nationalen Energie- und Klimapläne (NECP) ab. Mit einigen Verzögerungen haben mittlerweile alle EU-Mitgliedsländer ihre NECP-Ausarbeitung abgeschlossen und die Pläne nach Brüssel eingereicht. Eine jüngste Auswertung der EU-Kommission kommt zu einem positiven Ergebnis: Bis 2030 könnte der europaweite Anteil der erneuerbaren Energien an der Energieversorgung auf 33 % steigen, 32 % hatte sich die EU zuletzt dank starker Intervention des Parlaments zum Ziel gesetzt.

Ob diese 33 % erreicht werden, hängt nach Einschätzung von Wind Europe stark von einer schnellen und vollständigen Umsetzung der NECP-Ankündigungen in den einzelnen Mitgliedsländern ab. Noch fehle es beispielsweise in einigen Staaten an einem funktionierenden Auktionssystem oder an einer ausreichenden Zahl von Genehmigungen für den weiteren Windkraftausbau an Land. Außerdem drängt Wind Europe auf die Ausarbeitung eines Masterplans für die weitere Nutzung der Offshore-Windenergie. 
Die EU-Kommission will im Rahmen ihres Green Deals bis Mitte dieses Jahrhunderts eine Kapazität von 450.000 MW installieren. Ein gewaltiges Unterfangen: Bislang verfügt Europa „nur“ über eine Offshorewind-Leistung von gut 25.000 MW.

„Investitionen in die Windenergie werden Europa helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie-Krise zu überbrücken“, betonte Wind-Europe-Geschäftsführer Giles Dickson in einer Verbandsmitteilung zur Veröffentlichung der neuen Studie, „denn die Wertschöpfung jeder Windturbine liegt während ihrer Laufzeit bei immerhin 10 Millionen Euro.“
 Die Studie   kann auf der Website von Wind Europe herunterladen werden.

 
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Freitag, 16.10.2020, 12:24 Uhr