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Enerige & Management > IT - Zuteilung der 450-MHz-Frequenz soll im ersten Quartal 2021 erfolgen
Bild: Foto: Pixabay
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Zuteilung der 450-MHz-Frequenz soll im ersten Quartal 2021 erfolgen
Ein Joint Venture der Energie- und Wasserwirtschaft hat fristgerecht am 18. Dezember 2020 seine Bewerbung für die Zuteilung einer 450-MHz-Frequenz abgegeben.
 
Am 16. November dieses Jahres hatte die Bundesnetzagentur die Vorgaben für die Vergabeentscheidung der 450-MHz-Lizenz veröffentlicht und damit die Bewerbungsfrist bis zum 18. Dezember 2020 gestartet. Wie die Behörde auf Anfrage von E&M bestätigt, werden die 450-MHz-Frequenzen an einen einzigen „Zuteilungsinhaber“ zur vorrangigen Nutzung für kritische Infrastrukturen vergeben. Wie viele Unternehmen eine Bewerbung abgegeben haben, gibt die Bundesnetzagentur mit Verweis auf Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse allerdings nicht preis.

Einer der Bewerber ist auf jeden Fall die von der Energiewirtschaft gemeinschaftlich getragene 450 Connect GmbH. Die vier gleichberechtigten Gesellschafter versorgen nach Angaben des Joint Ventures zusammen rund 90 % der Fläche Deutschlands mit kritischer Infrastruktur. Zwar steht das Gemeinschaftsunternehmen noch unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Genehmigung der Kartellbehörden. Die darin zusammengeschlossenen Energie- und Wasserversorger sind jedoch zuversichtlich, den Zuschlag der Bundesnetzagentur zu erhalten.

Anteilseigner des Joint Ventures sind mit jeweils 25 % die Versorger-Allianz 450, hinter der rund 200 meist kommunale Unternehmen stehen, ein Konsortium der Regionalversorger des Eon-Konzerns, ein Konsortium der bisherigen Ankerkunden von Alliander, zu denen unter anderem die Wemag, EWE und die Rheinenergie gehören, sowie Alliander selbst.

Alliander hat bereits mit Ankerkunden 450-MHz-Netze aufgebaut

Die gemeinsame Bewerbung der Energie- und Wasserwirtschaft sei ein „starkes Signal“, sagt Alexander Montebauer laut einer gemeinsamen Mitteilung der 450-Connect-Gesellschafter. „Wir stehen in den Startlöchern, im Fall einer Frequenzzuteilung unverzüglich mit dem Aufbau des Funknetzes zu beginnen“, so der Vorstandsvorsitzende der Eon-Tochtergesellschaft Edis. 
Eine Reihe kommunaler Versorger hat in ihren Netzgebieten gemeinsam mit der Alliander AG, der bisherigen Alleineigentümerin von 450 Connect, bereits mit dem Aufbau von 450-MHz-Netzen begonnen. „Die Unternehmen teilen sich also heute schon Aufgaben und Risiken und sind somit über die gesamte Fläche Deutschlands schnell umsetzungsfähig“, erklärt Frank Zeeb. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Bewerbern sei die Tatsache, dass die Gesellschafter der 450 Connect die Bedarfe und die von der Branche benötigten Funktionen genau kennen, so der Vorstandsvorsitzende von Alliander.

Derzeit ist vor allem noch die althergebrachte CDMA-Technologie im Einsatz. Künftig soll der LTE-Standard für ein noch leistungsfähigeres 450-MHz-Netz sorgen.

Wie Theo Waerder, Geschäftsführer der Versorger-Allianz, erklärt, ist die Energie- und Wasserwirtschaft zwingend auf die 450-MHz-Frequenz angewiesen. Zum einen gewährleistet sie einen sicheren Datenaustausch in intelligenten Netzen. Zum anderen dient sie als zuverlässige Kommunikationslösung auch in Krisenzeiten, etwa bei einem großflächigen Stromausfall.

Derzeit bewertet die Bundesnetzagentur die eingegangenen Bewerbungen nach einer Reihe von Kriterien. Dies sind: Zuverlässigkeit, Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Eignung von vorzulegenden Planungen für die Nutzung der ausgeschriebenen Frequenzen, Förderung eines nachhaltig wettbewerbsorientierten Marktes und räumlicher Versorgungsgrad. Die am besten bewertete Bewerbung erhält den Zuschlag.

Einem Sprecher der Behörde zufolge beabsichtigt sie, das Verfahren im ersten Quartal 2021 mit der Erteilung des Zuschlags an einen Bewerber abzuschließen und die Frequenzen zuzuteilen.

 
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