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Enerige & Management > Windkraft Onshore - Zwei neue Hersteller auf dem deutschen Windmarkt
Bild: John / Fotolia
WINDKRAFT ONSHORE:
Zwei neue Hersteller auf dem deutschen Windmarkt
Mit der jüngsten Windmarktanalyse zeigt die Fachagentur Windenergie an Land, dass es auf dem heimischen Windmarkt zwei selbst in Fachkreisen kaum bekannte Windturbinenanbieter gibt.
 
Mit Amperax Energie und dem niederländischen Anbieter Emergya Wind Technologies BV (EWT) hat es 2018 seit langer Zeit erstmals wieder zwei neue Windturbinenhersteller in Deutschland gegeben. Diese erst Mitte März bekannt gewordene Neuigkeit ist der Auswertung des Marktstammdatenregisters für das Jahr 2018 zu verdanken, die die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) mit ihrer gewohnt detaillierten Analyse vorgelegt hat.

Die FA Wind schafft damit Transparenz über den deutschen Windmarkt, die es vonseiten der beiden führenden Windenergieverbände hierzulande, dem Bundesverband Windenergie und VDMA Power Systems, wegen einer seit Jahren gepflegten Uneinigkeit über die Veröffentlichung der Marktanteile nicht gibt.

Nach den Zahlen der FA Wind ist dem bisherigen Marktführer Enercon mit Sitz im ostfriesischen Aurich auf dem deutlich geschrumpften heimischen Windmarkt (die neu installierte Leistung lag bei gut 2 464 MW brutto) mit einem Anteil von 52 % erstmals wieder seit Jahren der Sprung über die 50-Prozent-Marke geschafft. Die Ostfriesen waren zuletzt sogar unter 40 % abgerutscht.

 
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Grafik: Fachagentur Windenergie an Land/E&M
   
Hersteller Anzahl Leistung in MW Anteil
[MW]
Anteil
[Anlagen]
Enercon 398 1282,4 52,0 % 52,2 %
Vestas 184 631,3 25,6 % 24,1 %
Nordex 72 220,7 9,0 % 9,4 %
Senvion 49 151,0 6,1 % 6,4 %
Siemens Gamesa 38 112,9 4,6 % 5,0 %
eno energy 12 39,6 1,6 % 1,6 %
GE Wind Energy 6 19,7 0,8 % 0,8 %
Amperax Energie 2 6,0 0,2 % 0,3 %
EWT 1 0,75 0,03 % 0,1 %
Gesamt 762 2464,4 100 % 100 %

Wie in den Vorjahren rangieren Vestas und Nordex auf Platz zwei und drei, wobei Nordex nach Jahren mit guten Vertriebserfolgen 2018 mit 9 % nur noch auf einen einstelligen Marktanteil gekommen ist. Für die weltweit operierenden Windturbinenhersteller Siemens Gamesa und GE Wind Energy ist Deutschland nach wie vor kein erfolgreiches Pflaster. Siemens Gamesa hatte im vergangenen Jahr mit 38 installierten Anlagen lediglich einen Marktanteil von 4,6 %, GE Wind Energy landete mit sechs aufgestellten Anlagen sogar noch hinter dem kleinen Anbieter eno energy aus Rostock.

Mit zwei beziehungsweise einer in Betrieb gegangenen Anlage sind auch die Marktanteile von Amperax Energie und EWT eher bescheiden. Amperax Energie hatte sich 2015 alle Rechte an einer getriebelosen 3-MW-Anlage gesichert, die die frühere Prokon-Gruppe noch vor ihrer Insolvenz hatte entwickeln und mit zwei Pilotturbinen testen lassen. Im letzten Jahr konnte Amperax, die ihre Anlage in Itzehoe an der schleswig-holsteinischen Westküste fertigt, endlich die ersten beiden Maschinen in Deutschland ans Netz bringen. Auch der niederländische Hersteller EWT hatte im vergangenen Jahr den Marktzutritt mit einer ebenfalls getriebelosen Windturbine geschafft, die allerdings nur auf eine Leistung von 750 kW ausgelegt ist. In dieser Sub-Megawatt-Klasse hoffen die Niederländer auf Gewerbekunden, die einen Teil ihres Stroms selbst erzeugen wollen.
 

 
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