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Enerige & Management > Netzausbau - 134 Hinweise zu Südostlink-Trasse
Erdkabelverlegung. Bild: Amprion/Rehau
NETZAUSBAU:
134 Hinweise zu Südostlink-Trasse
Mit zahlreichen Anregungen aus der Bevölkerung, von Verbänden und Behörden geht 50 Hertz die Feinplanung der Südostlink-Gleichstromleitung an.
 
Zu dem möglichen konkreten Verlauf der geplanten Trasse auf dem Abschnitt zwischen Wolmirstedt bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und Eisenberg (Thüringen) hatte der Übertragungsnetzbetreiber Anfang April um Hinweise gebeten.

Wie es in einer 50-Hertz-Mitteilung heißt, waren die Themen dabei unter anderem Freileitungsuntersuchungen um Magdeburg und südlich der Stadt sowie eine Autobahnbündelung der Trasse mit der A14 und der A9. Verlangt wurden zudem Änderungen der Vorschlags-Trasse im Saale- und Burgenlandkreis, um mehr Abstand zu Ortsbebauungen zu erreichen. Weitere Anregungen bezogen sich auf die schonende Querung sensibler Gewässer, Hinweise kamen auch zu möglichen Altlasten auf ehemaligen Bergbauflächen.

Für die anstehende Detailplanung zum Planfeststellungsverfahren teilt 50 Hertz aus praktischen Gründen den bisherigen Abschnitt A (Wolmirstedt bis Eisenberg). Auf den neu gefassten Abschnitt A1 (Wolmirstedt bis Könnern) bezogen sich 65 Hinweise. Auf den neuen Abschnitt A2 (Könnern bis Eisenberg) entfielen 69 Hinweise.

Die Hinweise sollen in den Anträgen auf Eröffnung der Planfeststellungsverfahren dokumentiert und für die weitere Detailplanung genutzt werden. Die Anträge will 50 Hertz im laufenden zweiten Quartal 2020 bei der Bundesnetzagentur einreichen.
Während des folgenden Planfeststellungsverfahrens gibt es für Kommunen, Verbände und die breite Öffentlichkeit weitere Möglichkeiten, sich ins Genehmigungsverfahren einzubringen. Nächste Gelegenheit sind die Antragskonferenzen der Bundesnetzagentur.

Das Südostlink-Projekt, das weitestgehend als Erdkabeltrasse verwirklicht wird, hat eine Länge von insgesamt 534 Kilometern. Es soll 2.000 MW Windkraftstrom aus Nordostdeutschland in den Süden der Republik übertragen, der nach dem Ende der Kernkraft 2022 kaum noch über eigene Erzeugungskapazität verfügt. Endpunkt ist beim bayerischen Reaktor Gundremmingen. Die Inbetriebnahme ist derzeit für 2025 vorgesehen.
 

 
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