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Enerige & Management > Stromnetz - Aktionsplan Stromnetz wird vorgestellt
Bild: Tom Bayer, Fotolia
STROMNETZ:
Aktionsplan Stromnetz wird vorgestellt
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) präsentiert im Rahmen seiner Netzausbaureise einen Plan zum Stromnetzausbau. 
 
Der Minister ist von 14. August bis 16. August auf einer „Netzausbaureise“. Altmaier will sich dabei über den Zustand und des Ausbau des deutschen Stromnetzes informieren. Sein erster Termin führt ihn am 14. August zur Bundesnetzagentur. Dort will er einen „Aktionsplan Stromnetz“ vorstellen, wie eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums auf E&M-Anfrage bestätigte.

Der Plan sei eine Konsequenz aus dem Koalitionsvertrag von SPD und CDU, sagte die Sprecherin weiter. Dort sei ein „Maßnahmenplan zur Optimierung der Bestandsnetze und zum schnelleren Ausbau der Stromnetze“ gefordert, ebenso die Novellierung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes. Mit dem „Aktionsplan Stromnetz“ wolle das Ministerium diesen Forderungen nachkommen.

Zu den genauen Inhalten wollte sich die Sprecherin nicht äußern und verwies auf den Termin bei der Bundesnetzagentur. Der Minister sagte aber der Zeitung Bild am Sonntag, er wolle die „teils jahrelangen Konflikte beenden und alle Beteiligten − von den Anwohnern bis zu den Netzbetreibern – versöhnen".
 
Im Vorfeld der Altmaier-Reise melden sich Politiker und Verbände zu Wort. So fordert Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) einen bundesweiten Netzgipfel, an dem neben dem Bund und den Ländern auch die Netzbetreiber sowie die Bundesnetzagentur teilnehmen sollten. Ein halbjähriges Monitoring solle prüfen, „ob es Verzögerungen gibt und was die Ursachen hierfür sind und welche möglichen Gegenmaßnahmen uns zur Verfügung stehen“, so Untersteller.

Deutlich mehr Tempo beim Netzausbau nötig

Untersteller fordert zudem den Netzausbauplan anzupassen. „Der aktuelle Netzausbauplan berücksichtigt noch nicht einmal das von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auf 65 % zu erhöhen.“ Noch weniger decke der bisher vorgesehene Netzausbau die längerfristigen Ziele von 90 bis 100 % erneuerbare Energien bis zum Jahr 2050 ab.

Für Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Energieverbandes BDEW, ist eines der Hauptprobleme beim Netzausbau, dass „einige politische Akteure vor Ort Stimmung gegen den dringend notwendigen Leitungsausbau machen, statt für ihn zu werben.“ Die Politik müsse die Notwendigkeit des Leitungsbaus vermitteln − auch und gerade dort, wo dieser mit Belastungen verbunden sei, sagte Kapferer auf E&M-Nachfrage.

Das Tempo des Netzausbaus sei zudem zu langsam, ergänzte Kapferer. So seien von den im Bundesbedarfsplangesetz bis Ende 2017 vorgesehenen 1 435 Kilometern Stromleitungen nach dem ersten Quartal 2018 gerade einmal 150 Kilometer fertiggestellt. „Beim Leitungsbau brauchen wir deshalb deutlich mehr Tempo.“

 
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Montag, 13.08.2018, 17:37 Uhr