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Enerige & Management > Schweiz - Alpiq und seine Rekord-Ladestationen
Bild: Fotolia.com, daboost
SCHWEIZ:
Alpiq und seine Rekord-Ladestationen
Der Schweizer Versorger Alpiq tritt im Bereich Elektromobilität nun als Generalunternehmer für Ladeinfrastrukturen auf. Neuster Rekord ist die Schnellladestation in Neuenkirch.
 
In dem sehr fragmentierten Fahrstromsektor haben sich die Schweizer eine Funktion als Drehscheibe erarbeitet: Das Schaufensterstück der E-Mobility ist die schweizweit erste 350 kW Schnellladestation, die für Ionity – einem Gemeinschaftsunternehmen von Daimler, BMW, Audi, Porsche und Ford – an der Autobahnraststätte im schweizerischen Neuenkirch an der A2 errichtet wurde.

Sechs Ladesäulen mit jeweils 350 kW Leistung stehen bereit. Damit kann ein Fahrzeug in durchschnittlich 20 bis 30 Minuten aufgeladen werden. Herzstück sind die von ABB entwickelten Ladestationen Terra HP (High Power): Sie ermöglichen hohe Ladeleistungen und Ströme bis 500 Ampere dank Flüssigkeit gekühlter Anschlusskabel, womit die Querschnitte der Kabel klein und der Komfort groß gehalten werden kann.

„Die Tankstelle von morgen ist überall und die Alpiq E-Mobility möchte zu dieser Entwicklung beitragen.“ Mit diesen Worten umreißen die Verantwortlichen der Schweizer Alpiq die Aufgabe ihrer Firmentochter. CEO Jasmin Staiblin ist selbst eine begeisterte Nutzerin neuer Antriebstechniken, wie sie dem Wirtschaftsmagazin Bilanz anvertraute. Sie fährt einen BMW i8 Coupe.

Wohin die unbekannte Reise der Mobilität auch führen mag, die studierte Elektrotechnikerin Staiblin platzierte die Firmentochter an der Schnittstelle von Mobilitätsnachfragenden und -anbietern. Als „Systemhaus“ offeriert man den Kunden schlüsselfertige Lösungen.

Peter Arnet, bis vor Kurzem E-Mobility-Chef von Alpiq und in der Schweizer Öffentlichkeit als langjähriger Denker der E-Mobil-Szene bekannt, sagt: „Autoindustrie und Politik setzen voll auf Elektro.“ Sein Ziel: eine Schlüsselrolle als digitale Mobilitätsdienstleisterin in Europa.

Alpiq will sich anders aufstellen

Der Hintergrund für Alpiq ist vital: Anders als die meisten Energieversorger in der Schweiz war Alpiq nie im Versorgungsgeschäft tätig, sondern als reine Handelstochter und Produktionsunternehmen ihrer Eigentümer. Um diese einseitige Abhängigkeit zu ändern, forcieren der technologieaffine Aufsichtsratspräsident Jens Alder, CEO Jasmin Staiblin und Markus Brokhof, Geschäftsleiter Digital and Commerce die Elektromobilität mit dem Start-up Oyster Lab und dessen Feldversuch „Juicar“, das Pauschalangebote für E-Autos zu testen verspricht.
 
Zu den Startkräften im Konzern zählte auch das scheidende Aufsichtsratsmitglied Urs Steiner, CEO der Alpiq-Miteigentümerin Elektra Baselland (EBL). Er sagt: „Wir werden den Beweis erbringen, dass es möglich ist, die Elektromobilität in Zukunft zu 100 % mit lokaler, erneuerbarer Energie zu decken und dass sie der richtige Weg ist.“ Im Juni kündigte er die „größte Ladestation Europas“ für 260 Fahrzeuge im schweizerischen Pratteln für plus-minus 40 bis 50 Mio. Euro an, 60 Plätze davon als Schnellladestation. Die Vernetzung mit Alpiq kommt da gerade recht.

 
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