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Enerige & Management > Wirtschaft - Analyse belegt lokale Wertschöpfung
Bild: Fotolia, THesIMPLIFY
WIRTSCHAFT:
Analyse belegt lokale Wertschöpfung
Investitionen in die Energiewende vermindern nicht nur den CO2-Ausstoß, sie fördern auch die lokale Wertschöpfung. Dies untermauert der BDEW mit aktuellen Zahlen.
 
Ein großer Teil der Bruttowertschöpfung verbleibt bei Investitionen der Energiewirtschaft im Bundesland oder gar der unmittelbaren Region − ein Plus für Wachstum und Arbeitsplätze. Diese Erkenntnis ist im Prinzip nichts Neues. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) belegt dies nun jedoch mit aktuellen Zahlen aus einer Analyse, die er bei den Wirtschaftsprüfern der Münchner Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) in Auftrag gegeben hat. 

Besonders wertvoll für die lokale Wertschöpfung auf Ebene des Landkreises und des Regierungsbezirkes seien demnach Investitionen in die Infrastruktur, etwa in die Verteilnetze oder die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Wie der Verband mitteilt, verblieben hier bis zu einem Fünftel der Wertschöpfung in der unmittelbaren Umgebung. Gleiches gelte für Anlagen zur Erzeugung klimaneutraler Gase. Hier verbleibe sogar bis zu zwei Drittel der entstandenen Wertschöpfung im Bundesland, heißt es. 

Drei Fallbeispiele zur Veranschaulichung

EY untersuchte über 20 repräsentative Beispiele von Investitionen der Energiewirtschaft. Zwar lasse sich der tatsächliche Wertschöpfungseffekt eines bestimmten Unternehmens mit seinem jeweiligen Investitionsportfolio aus diesen Beispielprojekten nicht eins zu eins ablesen, wie der BDEW anmerkt. "Die betrachteten Beispiele geben jedoch einen Hinweis auf den durchschnittlichen Effekt auf die regionale Wirtschaft".

Mithilfe von drei Fallbeispielen aus der Analyse veranschaulicht der BDEW das Plus für die lokale Wertschöpfung:
  • Ein Flächenversorger im Norden Deutschland investiert 36,8 Mio. Euro in den Bau von Windenergieanlagen an Land:
    Das Invest entspricht laut Branchenverband etwa dem Bau von acht Windrädern beziehungsweise von rund 25 MW Leistung. Die Bruttowertschöpfung gibt der Verband hier bei insgesamt rund 24 Mio. Euro in Deutschland an. Davon würden 11 % in der Region und ein Drittel im Bundesland verbleiben. 34.400 Euro Gewerbesteuer fielen in der Region an, 125.900 Euro im Bundesland. Zudem würden 337 Arbeitsplätze geschaffen, davon 12 % in der Region und über ein Drittel im Bundesland. 
  • Ein Flächenversorger im Süden investiert 304 Mio. Euro in den Bau neuer Energienetze:
    Das Invest von 304 Mio. Euro generiere eine Bruttowertschöpfung von 275 Mio. Euro. Rund 15 % davon würden der Region und 44 % dem Bundesland zugutekommen. Rund 600.000 Euro könne die Region an Gewerbesteuer einnehmen, im gesamten Bundesland würden 2,1 Mio. Euro an Gewerbesteuer anfallen. Zudem würden durch die Investition 3.800 Arbeitsplätze generiert − rund 18 % davon in der Region, 47 % im Bundesgebiet.
  • Ein großes Stadtwerk in einer Industrieregion investiert 360 Mio. Euro in eine Gas-KWK-Anlage:
    Ein großes Stadtwerk, das in einer Industrieregion 360 Mio. Euro in eine 300-MW-Kraftwärmekopplungsanlage auf Gas-Basis stecke, generiere eine Bruttowertschöpfung von rund 248 Mio. Euro in Deutschland. Rund 10 % davon verblieben in der Region, rund zwei Drittel im Bundesland. Die Gewerbesteuer, die in der Region anfalle, liege bei 410.400 Euro, im Bundesland würden 3,3 Mio. Euro Gewerbesteuer anfallen. Nahezu 3.500 Arbeitsplätze würden durch die Investition geschaffen, davon 11 % in der Region und zwei Drittel im Bundesland. 
Eine Analyse von EY aus dem Sommer hatte die Maßnahmen, die in Deutschland zum Erreichen der Klimaziele notwendig seien, mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 320 Mrd. Euro beziffert. Rund 270.000 Jobs würden dadurch zusätzlich geschaffen. Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, moniert nach wie vor, dass diese Investitionen jedoch allzu oft durch regulatorische Hemmnisse ausgebremst würden. 

 
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