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Enerige & Management > Klimaschutz - Anstieg der CO2-Emissionen verlangsamt sich
Bild: iStock
KLIMASCHUTZ:
Anstieg der CO2-Emissionen verlangsamt sich
Corona hat zu einem klaren Rückgang der globalen CO2-Emissionen geführt. Dies zeigt die jährliche Bilanz des Global Carbon Projects (GCP), eines Zusammenschlusses von Klimaforschern.
 

Der jüngste Bericht des GCP zeigt, dass es fünf Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen gelungen ist, die Zunahme der globalen CO2-Emissionen zu verlangsamen: In der Dekade von 2010 bis 2019 ging der Ausstoß von Treibhausgasen bereits in 24 Ländern mit wachsenden Volkswirtschaften deutlich zurück, was laut den Wissenschaftlern auf ein Greifen von klimapolitischen Maßnahmen zurückzuführen sein könnte.

Im Jahr 2020 sanken die weltweiten fossilen Emissionen auch aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie um den Rekordwert von 7 % oder umgerechnet etwa 2,4 Mrd. Tonnen CO2 auf 34 Mrd. Tonnen CO2. Damit ist der Rückgang erheblich größer als frühere signifikante Rückgänge von 0,5 (1981 und 2009), 0,7 (1992) und 0,9 (1945) Mrd. Tonnen CO2. Um die Pariser Klimaziele nicht zu überschreiten, müssen zwischen 2020 und 2030 im Durchschnitt jährlich ein bis zwei Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden.

Weitere zentrale Ergebnisse der GCP-Jahresbilanz:

  • Besonders deutlich war der Rückgang der Emissionen in den USA (-12 %) und in den EU-Mitgliedstaaten (-11 %). "Hier trafen verringerte Emissionen aus der Kohlenutzung und die Auswirkungen der pandemiebedingten Beschränkungen zusammen", erklärt Prof. Julia Pongratz von der Ludwig-Maximilian-Universität in München, die maßgeblich an dem Bericht beteiligt war.
  • Für den größten Teil des Rückgangs der Emissionen im Jahr 2020 war der Transportsektor verantwortlich. Auch im Dezember 2020 lagen die Emissionen aus dem Straßen- und Luftverkehr aufgrund der anhaltenden Beschränkungen immer noch um etwa 10 % beziehungsweise 40 % unter den Werten von 2019. Nach dem Rückgang der Emissionen aufgrund der globalen Finanzkrise 2008 stiegen die Emissionen im Jahr 2010 aber sprunghaft um 5 % an als sich die Wirtschaft erholte. Es besteht die Befürchtung, dass ein sprunghafter Anstieg der CO2-Emissionen auch 2021 passiert.
  • Die CO2-Emissionen insgesamt − aus fossilem CO2 und aus Landnutzung − liegen 2020 bei etwa 39 Mrd. Tonnen CO2, trotz des Rückgangs also auf einem Niveau wie etwa 2012. Dies ließ den CO2-Gehalt in der Atmosphäre weiter ansteigen. Im Jahresmittel wird er voraussichtlich einen neuen Rekordwert von 412 ppm (Parts per Million) erreichen. Das entspricht einer Zunahme von 48 % gegenüber dem vorindustriellen Wert. 
  • Durch Landnutzungsänderungen – hauptsächlich Entwaldung – wurden 2020 ungefähr 16 Mrd. Tonnen CO2 freigesetzt. Dem gegenüber stehen knapp 11 Mrd. Tonnen, die etwa durch die Aufgabe landwirtschaftlicher Nutzflächen wieder aufgenommen wurden. Netto waren die Emissionen aus Landnutzungsänderungen mit etwa 6 Mrd. Tonnen CO2 ähnlich hoch wie im vergangenen Jahrzehnt. "Wir sehen also in diesem Bereich noch keine Reduktion", stellt Pongratz fest.

"Schon 2019 stiegen die CO2-Emissionen langsamer als in den Vorjahren. Mit der Corona-Pandemie sanken die Emissionen nun deutlich, deshalb ist 2020 ein zentrales Jahr", so das Fazit der Wissenschaftlerin. Ob dies einen Trend einläute, hänge allerdings stark davon ab, wie sich die Maßnahmen in den Covid-19-Stimuluspaketen weltweit ausgestalten.

Das Team von 86 Klimaforschern aus aller Welt hat das "Global Carbon Budget 2020"    auf der Internetseite der Fachzeitschrift Earth System Science Data veröffentlicht.


 
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Freitag, 11.12.2020, 12:27 Uhr