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Enerige & Management > Kernkraft - Areva-KKW passt Leistung automatisch an Bedarf an
Bild: Fotolia.com, Thorsten Schier
KERNKRAFT:
Areva-KKW passt Leistung automatisch an Bedarf an
Das Kernkraftwerk Gösgen in der Schweiz passt seine Stromproduktion nun automatisch an den Bedarf im Stromnetz an.
 
Der französische Kraftwerksbauer Areva NP hat in dem Kernkraftwerk im schweizerischen Gösgen ein System zur automatischen Anpassung der Stromproduktion an den Bedarf im Stromnetz installiert. Nach Angaben des Unternehmens variiert die Einspeisung zwischen 50 und 100 % der installierten Leistung, ohne dass das Kraftwerkspersonal selbst eingreifen müsse.

Die Anpassung erfolge mit bis zu 30 MW pro Minute. "Die Leistungsanpassungen, die bisher manuell durch das Personal erfolgten, werden nun automatisch vorgenommen. Dazu sendet der Netzbetreiber Impulse an das Kraftwerk. Es handelt sich also um eine Art Fernsteuerung", sagte ein Unternehmenssprecher im Gespräch mit E&M.

Das System zur adaptiven Leistungsverteilung (ALV), das in Gösgen eingesetzt wird, beinhaltet ein Software Upgrade der Reaktorsteuerung, Anpassungen der wesentlichen Schnittstellen im Kraftwerk, ein Testprogramm sowie Schulungen der Personals, erklärt Areva NP.

„Die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind erhöht den Bedarf an ausgleichender Regelleistung. Unser ALV-System erhöht die Möglichkeiten von Kernkraftwerken, solche Leistungen zu erbringen und so das Stromnetz zu stabilisieren“, erklärte Carsten Düweke, bei Areva NP für Sicherheitsleittechnik-Projekte verantwortlich.

Die ALV-Technologie ist bereits seit 2008 in den vier deutschen Kernkraftwerken Philippsburg 2, Isar 2, Brokdorf und Grohnde im Einsatz. Das System soll auch in weiteren Kraftwerken im Ausland installiert werden, so das Unternehmen. Entsprechende Vorbereitungen, wie die Anpassung des Systems an andere Reaktordesigns, seien im Gange.

 
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