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Enerige & Management > Vertrieb - Arge Netz Energie sieht noch Luft nach oben
Bild: ty, Fotolia
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Arge Netz Energie sieht noch Luft nach oben
Die Arge Netz Energie wird nach dem jüngst vollzogenen Zusammenschluss mit Gesy Anfang kommenden Jahres das Direktvermarktungsgeschäft wohl mit einem Portfolio von  2 000 MW beginnen.
 
Die Arge Netz Energie (ANE) mit Sitz im nordfriesischen Husum wird mit Beginn des kommenden Jahres hierzulande in die Phalanx der größeren Direktvermarkter von Strom aus EEG-Anlagen stoßen. „Wir werden, wie es aussieht, mit einer Vermarktungsleistung von rund 2 000 Megawatt starten“, betonte Geschäftsführer Ralf Höper gegenüber E&M.

Was in Fachkreisen niemand so ganz überraschen dürfte. Rückwirkend zum 30. Juni wird die Green Energy Systems GmbH (Gesy) mit der ANE verschmolzen, Verhandlungen über ein „breites Bündnis“ gab es bereits seit vergangenem Herbst zwischen den Partnern.

Nach eigenen Angaben verfügen die Gesellschafter beider Unternehmen über ein regeneratives Erzeugungsportfolio von rund 8 000 MW. „Gemessen an dieser Zahl haben wir für unser Wachstum noch Luft nach oben“, sagt Höper. Er geht davon aus, dass sukzessive weitere Gesellschafter – sofern es die Vertragslaufzeiten zulassen – ihre Wind-, Solar- oder Biomasseanlagen von der „eigenen“ Gesellschaft vermarkten lassen. Der Arge Netz haben sich derzeit rund 360 grüne Betreibergesellschaften angeschlossen, zu Gesy gehören 14 bekannte Windunternehmen wie beispielsweise die Projektierer Enertrag, Energiekontor, Enova oder VSB.

Mit dieser Gesellschaftsstruktur hebt sich für Ralf Höper das neue Unternehmen deutlich von anderen Direktvermarktern ab: „ANE ist im Eigentum der Energieerzeuger. Erneuerbare Energieerzeuger vermarkten erstmals unabhängig ihre Energie selbst, Kunden können damit direkt vom Erzeuger kaufen.“

Bei den erneuerbaren Energien sind die Geschäfte der ANE künftig auf drei Säulen aufgebaut: Datenmanagement, Vermarktung und Versorgung. Nach Worten von Vertriebsleiter Thomas Imber sei es Ziel, neben Stadtwerken auch Gewerbebetriebe und Industriekunden mit Grünstrom zu beliefern. Daher werde ANE demnächst auch den Windmüllern Angebote vorlegen, deren Anlagen ab Anfang 2021 keine Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten und deren Strom dann vermarkten.

Nicht nur die Gesellschafterstruktur kommt der ANE, deren Belegschaft derzeit zwölf Mitarbeiter umfasst, bei diesen Plänen entgegen: Das Energieunternehmen ist in Schleswig-Holstein beheimatet, wo in den späten 1980er und in den 1990er Jahren die Windenergienutzung hierzulande ihren Anfang nahm.

Zwischen deutsch-dänischer Grenze und der Elbe sind viele der künftigen Ü20-Windturbinen am Netz. „Wir haben derzeit sicherlich einen Schwerpunkt unserer Kontakte im Norden, wir wollen perspektivisch aber über die Landesgrenzen hinauswachsen“, sagte Imber gegenüber E&M.

 
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Montag, 01.10.2018, 13:39 Uhr