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Enerige & Management > Gasnetz - Aus für Gaspipeline South Stream
Bild: Fotolia.com, WestPic
GASNETZ:
Aus für Gaspipeline South Stream
Der russische Gaskonzern Gazprom will sein großes Pipelineprojekt South Stream aufgeben und dafür seine Exportkapazitäten in die Türkei kräftig ausbauen.
 
„Es gibt kein Zurück mehr.“ Das Projekt South Stream sei geschlossen, zitieren Medienberichte vom 2. Dezember Gazprom-Chef Alexej Miller. Die Gasleitung South Stream sollte von der russischen an die bulgarische Küste durch das Schwarze Meer und dann an Land bis nach Österreich und Norditalien führen, um russisches Gas vor allem nach Südosteuropa zu bringen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte kurz vor Bekanntgabe der Entscheidung die Haltung Europas zum South-Stream-Projekt als nicht konstruktiv bezeichnet. Die Europäische Union habe nicht geholfen, es voranzutreiben, sondern Hürden aufgebaut, kritisierte er anlässlich eines Besuches bei seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am 1. Dezember in Ankara. Deshalb habe auch der Bau in Bulgarien gestockt. Die europäische Kommission hatte gegen den dortigen Start der Bauarbeiten interveniert und vom South-Stream-Konsortium die Einhaltung der europäischen Binnenmarktregeln eingefordert.

Gazprom will nun als Alternative zu South Stream seine Exportkapazitäten in die Türkei ausbauen. Mit dem türkischen Versorger Botas sei ein Abkommen über den Bau einer weiteren Pipeline durch das Schwarze Meer geschlossen worden, teilte der Gaskonzern am 2. Dezember mit. Als Lieferkapazität seien wie bei South Stream 63 Mrd. m3 vorgesehen.

Davon sollen 14 Mrd. m3 für Gastransporte in die Türkei reserviert werden. Eine Anschlussleitung für etwa 50 Mrd. m3 soll von der türkischen Schwarzmeerküste zur türkisch-griechischen Grenze gebaut werden. In der Türkei wäre ein Anschluss der neuen russischen Exportpipelines an die Transanatolische Pipeline TANAP und deren Verlängerung über die Trans-Adriatic-Pipeline nach Italien möglich. Diese Leitungsverbindung wird vor allem gebaut, um Gas aus Aserbaidschan in die Türkei und nach Europa zu bringen. Zu diesen Möglichkeiten äußerte sich Gazprom bislang jedoch nicht.

Neben der neuen Pipeline will der russische Konzern bei der bestehenden Blue-Stream-Gasleitung durch das Schwarze Meer in die Türkei die Transportkapazität durch einen weiteren Verdichter von 16 auf 19 Mrd. m3 pro Jahr erhöhen.

Dem Konsortium zum Bau des South-Stream-Abschnittes durch das Schwarze Meer gehören neben Gazprom als Mehrheitsaktionär der italienische Gaskonzernen Eni (20 %), der französische Energieversorger EdF (15 %) und die deutsche Wintershall (15 %) an. Die Kasseler BASF-Tochter wollte sich am Tag nach der Entscheidung des russischen Mehrheitsaktionärs noch nicht dazu äußern. „Wir werden die Ankündigungen zu South Stream mit unseren europäischen und russischen Partnern im Gesellschafterkreis besprechen“, erklärte ein Wintershall-Sprecher am 2. Dezember.

 
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Dienstag, 02.12.2014, 16:51 Uhr