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Enerige & Management > IT - Ausbau des 450-MHz-Netzes schreitet voran
Bild: Foto: Pixabay
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Ausbau des 450-MHz-Netzes schreitet voran
Die Wemag aus Schwerin hat bekannt gegeben, in Kürze den ersten Funkmast in ihrem Netzgebiet fertigzustellen.
 
Thomas Murche zufolge sollen bis Ende 2022 in den Netzgebieten der sogenannten Ankerkunden von 450 Connect insgesamt über 300 Funkmasten errichtet werden. Der technische Vorstand der Wemag spricht für ein Konsortium aus zehn Stadtwerken und Regionalversorgern, die gemeinsam mit der Alliander-Tochtergesellschaft 450 Connect ein 450-MHz-Netz aufbauen.

Schon heute teilen sich die Unternehmen dieser Kooperation damit verbundene Aufgaben und Risiken, nutzen Standorte gemeinsam und seien deshalb „über die gesamte Fläche Deutschlands schnell umsetzungsfähig“. Der erste Funkmast im Netzgebiet der Wemag stehe kurz vor der Fertigstellung, so der Vorstand.

Die Gruppe der Ankerkunden wird künftig Anteilseigner einer neuen „450 Connect“ sein, auf die sich die Energiewirtschaft kürzlich verständigt hat. Geplant ist eine Gesellschaft, an der insgesamt vier Parteien jeweils 25 % der Anteile halten: der bisherige Eigentümer, die Alliander AG, das Konsortium der regionalen Ankerkunden, die Regionalversorger von Eon sowie der Zusammenschluss von kommunalen Energie- und Wasserversorgern unter dem Dach der Versorger-Allianz 450.

Diese neue Gesellschaft soll sich dann für eine 450-MHz-Lizenz bewerben und ein den Bedürfnissen der Branche entsprechendes Betreibermodell umsetzen.

Die Energie- und Wasserwirtschaft als Betreiber kritischer Infrastrukturen sieht in der 450-MHz-Frequenz die ideale Lösung für den sicheren Datenaustausch in einem intelligenten Netz und zur schwarzfallfesten Kommunikation in Krisenzeiten, etwa bei einem großflächigen Stromausfall.
 
Die Wemag baut als Ankerkunde von 450 Connect gemeinsam mit anderen kommunalen Versorgern ein 450-MHz-Netz auf
Bild: WEMAG / Stephan Rudolph-Kramer

Noch ist allerdings nicht vollkommen sicher, dass die Energiewirtschaft überhaupt die 450-MHz-Frequenz zugewiesen bekommt. Durch die Einigung auf die neue 450 Connect sind die Chancen zwar gestiegen. Doch immer noch steht der Anspruch der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) auf die Frequenz im Raum.

Aus den Reihen der Energiewirtschaft ist zu hören, dass derzeit in Berlin um einen Kompromiss gerungen wird, der sowohl der Energiewirtschaft als auch den BOS eine Nutzung der 450-MHz-Frequenz ermöglicht. Noch vor einigen Wochen hatten beide Seiten allerdings eine „Mitbenutzung“ der jeweils anderen Partei abgelehnt.

Die derzeit vergebenen 450-MHz-Lizenzen laufen zum 31.12.2020 aus und sollen anschließend wieder vergeben werden.

 
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Montag, 22.06.2020, 16:53 Uhr