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Enerige & Management > Windkraft - Ausschreibungen: Solar stellt Wind erneut in den Schatten
Bild: Lars Schmid, Fotolia
WINDKRAFT:
Ausschreibungen: Solar stellt Wind erneut in den Schatten
Das Trauerspiel beim Ausbau von Onshore-Windenergie geht weiter, wie die Ergebnisse der jüngsten gemeinsamen Ausschreibung für Solar- und Windenergieanlagen an Land zeigen.
 
Die Baisse beim Windkraftausbau hierzulande hält an. Dass für die jüngste Ausschreibungsrunde Wind, die die Bundesnetzagentur parallel zum 1. Juni auch für die Solarenergie organisiert hatte, zu wenig Gebote eingereicht würden, darauf hatte die Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) bereits in der zweiten Aprilhälfte hingewiesen.

Die „Unterzeichnung“, so der Terminus im Behördendeutsch, ist deutlich ausgefallen: Für das ausgeschriebene Volumen von 862 MW konnten nur 61 Gebote mit insgesamt 464 MW Leistung berücksichtigt werden, sprich, nur etwa die Hälfte des Ausschreibungsvolumens wurde genutzt. Solange sich an der dürftigen Genehmigungssituation für neue Windturbinen nichts Entscheidendes ändert, dürften auch die Ergebnisse der nächsten Bieterrunden so ähnlich ausfallen.

Zuschlagspreise nur knapp unter dem festgelegten Höchstpreis

Bei der zu erwartenden „Unterzeichnung“ war es keine Überraschung, dass die Zuschlagspreise nur knapp unter dem festgelegten Höchstpreis von 6,20 Cent pro Kilowattstunde kratzten. Der durchschnittliche Zuschlagswert lag bei 6,14 Cent. Damit ist absehbar, dass Windstrom hierzulande erst einmal nicht preiswerter wird.

Mit 21 Zuschlägen und 128 MW Leistung entfielen die meisten Zuschläge erstmals auf Schleswig-Holstein. Das Land zwischen den Meeren, hierzulande einst Windland Nummer eins, hat es nötig: Nach Angaben der FA Wind sind im ersten Halbjahr nur zwei neue Windturbinen im hohen Norden ans Netz gegangen.

Überzeichnung bei der Photovoltaik

Bei der Photovoltaik kam es auch bei dieser Auktionsrunde zu einer „Überzeichnung“: So trafen im Bonner Tulpenfeld, dem Sitz der Bundesnetzagentur, 101 Gebote mit einem Gesamtumfang von mehr als 447 MW ein. Das ausgeschriebene Volumen lag aber nur bei gut 96 MW.

Laut Bundesnetzagentur erhielten schließlich 21 Gebote mit einer Leistung von 99,6 MW einen Zuschlag. Die erfolgreichen Gebotspreise schwankten dabei zwischen 4,90 und 5,40 Cent je Kilowattstunde. Der durchschnittliche „mengengewichtete Zuschlagswert“ ist im Vergleich zur Vorrunde leicht auf 5,27 Cent/kWh gestiegen (Ausschreibung davor: 5,18 Cent/kWh).

Wie seit den Ausschreibungsrunden im März üblich, hat die Bundesnetzagentur auch dieses Mal darauf verzichtet, die erfolgreichen Gebote im Internet explizit bekanntzugeben. Ansonsten begänne für die erfolgreichen Bieter die Uhr für den Bau ihrer Ökokraftwerke zu ticken. Im September will die Bundesnetzagentur, so ihre Ankündigung, die Details zu den erfolgreichen Geboten veröffentlichen.

 
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Mittwoch, 24.06.2020, 16:44 Uhr