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Bild: Fotolia.com, unique3d
SMART METER:
Batz: „Smart Meter Rollout in abgegrenzten Marktsegmenten“
Wie geht der Rollout der Smart Meter jetzt nach Vorliegen der Kosten-Nutzen-Analyse weiter? Wir fragten nach bei Christian Batz, Geschäftsführer bei Rockethome.
 

E&M: Herr Batz, findet die Empfehlung für das Rolloutszenario Plus auch Ihre Zustimmung – wenn ja, warum?

Batz: Wir begrüßen die Veröffentlichung der Kosten-Nutzen-Analyse zur flächendeckenden Einführung von Smart Metern und die klare Aussage, dass der Einsatz von intelligenten Messsystemen für den Großteil der Kunden unwirtschaftlich ist. Das Rolloutszenario Plus setzt klare Signale für die Politik und zeigt Handlungsempfehlungen für Entscheider und Marktteilnehmer auf. Dies kann den Durchbruch bei der zögerlichen Entwicklung des Smart Meter Rollouts in Deutschland in Folge der BSI-Schutzprofil-Debatte bedeuten.

Wir teilen die Einschätzung, dass das Rolloutszenario Plus eine sinnvolle Möglichkeit ist, die flächendeckende Einführung von Smart Metern zu möglichst geringen Kosten zu realisieren.

Wir sehen uns auch in unserer bisherigen Aussage bestätigt, dass zu einer flächendeckenden Umsetzung von Smart Metern maßgeschneiderte Lösungen für den Endkunden erforderlich sind. Diese müssen sich an den Bedürfnissen und Anwendungsszenarien orientieren. Die unterschiedlichen technischen Ausprägungen intelligenter Messsysteme und intelligenter Zähler ermöglichen einen entsprechend effizienten und ‚maßgeschneiderten‘ Einsatz für unterschiedliche Nutzergruppen. Darüber hinaus lassen sie sich beliebig mit Smart-Home-Lösungen kombinieren und bieten dem Kunden einen messbaren Mehrwert. Zentrale Auflagen und Bestimmungen wie im Vollrollout sind nach unserer Einschätzung nicht förderlich, sondern haben durch hohe Initialkosten eine abschreckende Wirkung auf den Endkunden.

E&M: Lässt sich abschätzen, um wie viel geringer der Aufwand für die Marktteilnehmer gegenüber dem lange diskutierten Vollrollout ist?

Batz: Von unserer Seite ist bisher keine gesamtwirtschaftliche Prüfung erfolgt. Entsprechende Daten werden derzeit noch intern analysiert, um Rückschlüsse auf wirtschaftliche Opportunitäten für die Produkte von Rockethome zu ziehen.

E&M: Was müssen Energieversorger, Netzbetreiber und Messstellenbetreiber jetzt als nächstes tun?

Batz: Mit dieser Studie wird klar: Der Smart Meter Rollout wird in abgegrenzten Marktsegmenten kommen.
Die Energieversorger haben sich in den vergangenen Jahren in diesen Segmenten bereits aufgestellt: In zahlreichen Pilotprojekten wurden Produkt- und Geschäftsmodelle mit Smart Metering und Smart Home getestet.

 

Christian Batz
Bild: Rockethome


Dem Startschuss für einen Übergang zu tatsächlichen Projekt-Rollouts steht nichts mehr im Wege: Erkenntnisse und Erfahrungen wurden in unseren Smart-Metering- und Smart-Home-Angeboten in komfortable, sichere und effiziente Funktionen übersetzt, die dem Endkunden einen messbaren Mehrwert bieten. Im nächsten Schritt gilt es, diese intelligent zu vermarkten. Sobald die neuen Technologien erst einmal in den Haushalten Einzug gehalten haben, wird es leichter sein, die Nutzer von weiteren Angeboten und zusätzlichen Funktionen zu überzeugen.

E&M: Was bieten Sie als Dienstleister den Marktteilnehmern jetzt an?

Batz: Wir werden unser Produkt-Portfolio gemäß den kommenden Rahmenbedingungen neu justieren. Viele Stadtwerke setzen heute schon unsere Smart-Meter-Technologien und -Lösungen an der Schnittstelle zum Endkunden ein. Daher ist die Analyse und auch die Einflussnahme auf die konkrete Ausgestaltung der Empfehlungen für das Rolloutszenario Plus für uns eine sehr wichtige Aufgaben, die wir sehr verbindlich angehen. Gemeinsam mit unseren Kunden werden wir die aktuelle Sachlage diskutieren und spezifische Angebote entwickeln.

Eines ist klar: Die Vernetzung der Smart-Meter-Infrastruktur im Haus mit einem lokalen Smart Home Gateway ist eines der wichtigsten technologischen Themengebiete der nächsten Jahre.

Bei den Kundensegmenten werden wir stärker zwischen Haushalten mit einem Verbrauch unter und über 6 000 kWh Stromverbrauch unterscheiden. Die Kunden unter 6 000 kWh werden wir mit rein dezentralen Energieeffizienzlösungen bedienen. Kunden über 6 000 kWh werden wir mit intelligenten Energiemanagementsystemen ansprechen, die zum Beispiel spezifische Anwendungsfälle wie Lastverschiebung/Eigenverbrauchsoptimierung für Prosumer - mit Photovoltaik oder KWK - oder Gewerbe ermöglichen.

Erste Produkte dazu haben wir bereits im Portfolio, beispielsweise die neu eingeführte Produktlinie Smart-Home Plug&Play. Bei dieser Lösung verwenden wir ein Smart Home Gateway, dass klassische Heimautomation anbietet und mit einem Smart Meter über lokale Kommunikationstechnologie vernetzt wird. Eine Fernkommunikation über eine kostspielige Smart-Meter-Infrastruktur ist hierfür nicht in allen Fällen notwendig.


 
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Mittwoch, 14.08.2013, 09:07 Uhr