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Enerige & Management > Verbände - Berliner Euref-Campus wird Hotspot der Energiewende
Bild: Maxfotograph, Fotolia.com
VERBÄNDE:
Berliner Euref-Campus wird Hotspot der Energiewende
Zum Ende des Jahres sind der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und Teile der Deutschen Energieagentur (Dena) auf den Euref-Campus in Berlin Schöneberg umgezogen.
 
Ein gemeinsamer Ort für die Umsetzung der Energiewende soll Kräfte bündeln und Kooperationen erleichtern. Mit weiteren Verbänden und Akteuren aus dem Bereich erneuerbare Energien haben nun der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und Teile der deutschen Energieagentur (Dena) eine neue Heimat in Berlin-Schöneberg gefunden. Hier liegt der Euref-Campus, ein Versuchslabor der Energiewende für Unternehmen, Forschung und Verbände.

Die Dena zog im November ein

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Dena-Geschäftsführung, berichtete, dass ein Teil der Mitarbeiter im November auf den Euref-Campus gezogen sei. Auch wenn unter den derzeitigen Corona-Bedingungen überwiegend im Home-Office gearbeitet wird, stehen in der neu gestalteten und 700 Quadratmeter großen Etage 35 Arbeitsplätze bereit. „Die Dena-Räume in der Chausseestraße sind mittlerweile gut gefüllt und nicht mehr erweiterbar“, erläuterte Kuhlmann.

„Wir freuen uns ganz besonders über die zusätzlichen Räume auf dem Euref-Campus mit seinem hoch-innovativen Netzwerk von Unternehmen und Organisationen im Energiewende-Umfeld“, sagte Kuhlmann. Die Dena verstehe sich selbst als Thinktank für die angewandte Energiewende, deshalb sei der Euref-Campus die ideale Umgebung zur Vernetzung und zum regen Austausch. BEE mit neuem Geschäftssitz

Der BEE sitzt nun auf dreieinhalb Etagen und 3.440 qm Fläche mit Platz für 120 Mitarbeitende. Allerdings arbeiten auch von ihnen wegen der Covid-19-Pandemie aktuell die meisten noch von zu Hause aus. „Die Energiewende als gemeinsames Projekt zum Erfolg zu führen und dabei wirklich an einem Strang zu ziehen, wird uns in Zukunft noch besser gelingen“, hofft BEE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm beim Einzug. Der neue Sitz sei die beste Basis, um mit durchdachten Konzepten und starken Vorschlägen an die Politik heranzutreten und die Energiewende damit voranzutreiben.
 
BEE-Geschäftsführer Wolfram Axthelm am
neuen Arbeitsplatz auf dem Euref-Campus Berlin
Bild: BEE

Seit 2011 wird auf dem Gelände eines ehemaligen Gaswerks erprobt, wie verschiedene Energieerzeuger mit Verbrauchern von Strom, Wärme und Kälte zusammenspielen können. Auf einem alten Gasometer, neuen Bürohäusern und in vorhandenen Industriegebäuden wurden Kleinwindanlagen, Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und zwei Großbatterien als Stromspeicher errichtet. Geothermie und Biogas sorgen für Wärme. Auch Elektromobile werden als Verbraucher und Speicher eingebunden.

In einem Forschungscampus der TU Berlin wurden ein Smart Grid entwickelt und eingesetzt, das die Erzeuger und Verbraucher abstimmt. Schon seit 2014 erfüllt das Gelände die CO2-Klimaziele der Bundesregierung für das Jahr 2050. Das heißt, der Anteil regenerativer Energien liegt bei 50 % des Bruttostromverbrauchs und die erzeugten Treibhausgase sind um 80 bis 95 % reduziert. Die TU Berlin koordiniert dabei die über 30 Projektpartner im Forschungscampus Mobility2Grid, die vom Start-up zur Vermietung von Elektrorollern bis zur Deutschen Bahn oder Schneider Electric reichen.

Das Euref-Gelände besteht aus verschiedenen Gebäudekomplexen, darunter hochmoderne Neubauten und sanierte historische Gebäuden. Auf dem ca. 55.000 qm großen Areal sollen insgesamt bis zu 20 Gebäudekomplexe mit einer Bruttogeschossfläche von rund 165.000 qm entstehen. Ziel ist, das erste CO2-neutrale Büroviertel der Welt zu sein: Mit Vorbildcharakter für energieeffizientes nachhaltiges Bauen.
 
Die neue Dena-Büroetage am historischen Gasometer auf dem Euref-Campus Bild: Dena/Pedro Becerra

 
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Mittwoch, 23.12.2020, 09:01 Uhr