• Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
  • Mehr Flächen für Windturbinen durch weniger Drehfunkfeuer
  • Stromerzeugung und Agraranbau in einem
  • Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
  • Diese Plattform ist "ein bisschen zu früh gekommen"
  • Batterierecycling mit Hindernissen
  • Mehr Strom aus fossilen Energieträgern im ersten Quartal 2021
  • "Wir müssen jetzt Gas geben!"
  • Das Jahrzehnt wird deutlich wärmer
  • RWE startet Bau von 1,4-GW-Windpark
GASMARKT:
Bioerdgas von der Oder
Die Netzgesellschaft des Energieversorgers EWE hat im August in Schwedt an der Oder die nach Unternehmensangaben größte Bioerdgas-Einspeiseanlage Deutschlands in Betrieb genommen. Ab Herbst soll Bioerdgas eingespeist werden.
 

Das Biogas kommt aus einer Produktionsanlage, die die Verbio AG auf dem Gelände der PCK Raffinerie in Schwedt baut. Verbio gewinnt das Biogas aus Abfallprodukten ihrer dortigen Bioethanolherstellung. An der Oder wird zum ersten Mal die Herstellung von Bioethanol, Biogas und Düngemittel, die aus den Resten der Biogasproduktion produziert werden, kombiniert. Das Verfahren wurde von der Verbio-Forschungsabteilung entwickelt und in Versuchsanlagen optimiert.

Als Hauptvorteile des Anlagenverbundes nennt das Unternehmen eine um etwa 40 Prozent erhöhte Energieausbeute gegenüber herkömmlichen Bioethanolanlagen und damit verbunden eine „brillante CO2-Bilanz der Ethanolerzeugung". Das als Ausgangsrohstoff eingesetzte Getreide werde zu 90 Prozent verwertet. Diese Weltneuheit sei ein Beispiel für die führende Rolle Deutschlands bei der Technologieentwicklung für die regenerative Energieversorgung.

In einer ersten Ausbaustuffe sollen in Schwedt ab Herbst etwa 25 Mio. m3 Bioerdgas aus der Verbio-Anlage in das EWE-Netz eingespeist werden. Eine Erweiterung der Produktion auf 50 Mio. m3 ist geplant. Verbio will insgesamt 74 Mio. Euro in die Biogasproduktion investieren.

Auch der Bau der Einspeisung in Schwedt, für die die EWE Netz GmbH zuständig ist, war kein alltägliches Projekt. „Die Größe der Anlage, die technischen Anforderungen, die Konditionierung und die Einspeisung solcher Mengen Biogas waren für EWE Netz Neuland", erklärt Projektleiter Dr. Osman Kurt.

Die bisher üblichen, zumeist landwirtschaftlichen Anlagen erzeugen etwa 350 bis 700 m³ Bioerdgas pro Stunde. In Schwedt werden in der ersten Ausbaustufe 3 500 m3 pro Stunde konditioniert und in das Netz eingespeist. Das mit einem Druck von lediglich 350 Millibar zur Verfügung gestellte Biogas muss zudem auf einen Betriebsdruck von 40 bis 70 bar gebracht werden. EWE und Verbio investierten 10 Mio. Euro in die Einspeisung.

Der ostdeutsche Produzent will das Bioerdgas aus Schwedt an Stadtwerke und Tankstellen vermarkten.


 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 06.09.2010, 10:38 Uhr