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REGENERATIVE:
Biogas-Einspeisung in Hardegsen geplant
Die C4 Energie AG will bis Ende dieses Jahres im niedersächsischen Hardegsen Biogas erzeugen und an die Eon Mitte AG verkaufen, die das Rohgas auf Erdgasqualität aufbereitet und in das eigene Netz einspeist.
 

"Im Mai beginnen im Gewerbepark der Kleinstadt Hardegsen die Bauarbeiten für eine Biogasanlage mit rund 2,1 MW elektrischer Leistung", erklärte C4-Vorstand Olaf Bockholt auf Anfrage von powernews.org. Durch die Vergärung von jährlich etwa 50 000 t nachwachsender Rohstoffe, die knapp 40 Landwirte aus einem Umkreis von 12 km anliefern, soll die Anlage rund 45 Mio. kWh Biogas pro Jahr erzeugen. Knapp 6 Mio. Euro investiert das Unternehmen in die Biogasanlage, die von der MT-Energie GmbH errichtet wird.

"Das Rohgas verkaufen wir an die Eon Mitte AG, die es auf Erdgasqualität aufbereitet und in das eigene Netz einspeist", so Bockholt. Der Gasliefervertrag zwischen C4 Energie und dem Kasseler Energieversorger soll am 18. Februar unterzeichnet werden. Eon Mitte will das eingespeiste Biomethan an einer anderen Stelle des Gasnetzes wieder entnehmen und zum Betrieb von Blockheizkraftwerken nutzen. "Das ist eine optimale Arbeitsteilung, erklärt Norbert Nordmeyer, Leiter für Wärme- und Energieprojekte bei Eon Mitte, denn "alle Beteiligten konzentrieren sich auf den Bereich, in den sie ihre ganzen Erfahrungen einbringen können".

Für die Biogasaufbereitung und -einspeisung in Hardegsen wird Eon Mitte selbst rund 6 Mio. Euro aufwenden. Unklar ist noch, welches Verfahren zur Gasaufbereitung eingesetzt werden soll. Um den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankerten Technologie-Bonus von 2 Cent/kWh für die Biogasaufbereitung zu erhalten, dürfen die Methanemissionen der Reinigungsverfahren künftig maximal 0,5 Prozent betragen. So steht es im Entwurf zur EEG-Novelle, der Anfang Dezember 2007 veröffentlicht wurde. "Die Entscheidung wird daher voraussichtlich auf eine Amin-Wäsche fallen", so Nordmeyer. Denn dieses Verfahren erfüllt nach seiner Ansicht die zu erwartenden gesetzlichen Anforderungen.

Zusammen mit C4 Energie plant Eon Mitte in der nordrhein-westfälischen Stadt Borken ein weiteres Einspeise-Projekt. Auch dort soll der Investor C4 die Finanzierung und den Betrieb der Vergärungsanlage übernehmen. Die Bauarbeiten für die Biogasanlage - die ähnlich dimensioniert werden soll wie das Vorhaben in Hardegsen - sollen frühestens zum Ende dieses Jahres beginnen. "Wir sind derzeit noch auf der Suche nach weiteren Landwirten, die auf ihren Flächen die benötigten nachwachsenden Rohstoffe anbauen", erklärt Nordmeyer. Darüber hinaus treffe Eon Mitte derzeit die Vorbereitungen für eine dritte Einspeisungsanlage in der hessischen Kleinstadt Amöneburg.

Für C4 Energie mit Sitz in der schleswig-holsteinischen Gemeinde Selent ist die Biogasanlage in Hardegsen nicht das erste Projekt. Die 2006 gegründete Gesellschaft betreibt bereits im mecklenburgischen Bobitz eine Biogasanlage mit 834 kW elektrischer Leistung, die auch 50 Einfamilienhäuser und 300 Wohnungen beheizt. In Bergen auf Rügen wurde im November 2007 mit dem Bau einer Biogasanlage mit knapp 1,3 MW elektrischer Leistung begonnen. Dort soll die Wärme zweier BHKW in ein bestehendes Fernwärmenetz eingespeist werden. Zudem will das Unternehmen im Ostseebad Boltenhagen künftig Biogas über ein 5 km langes Mikrogasnetz zu zwei 625 kW-BHKW transportieren, damit die bei der Stromerzeugung anfallende Wärme lokal genutzt werden kann. "Für unsere Biogasanlagen suchen wir stets Standorte mit Wärmesenken, an denen wir fossile Brennstoffe ersetzen können", erläutert Bockholt die Firmen-Philosophie. Ziel von C4 Energie ist nach Angaben des Vorstands, jährlich drei Biogasanlagen in Betrieb zu nehmen.


 
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Donnerstag, 07.02.2008, 10:19 Uhr