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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Bis 2030 mindestens 440.000 öffentliche Ladestationen nötig
Bild: E&M, Jonas Rosenberger
ELEKTROFAHRZEUGE:
Bis 2030 mindestens 440.000 öffentliche Ladestationen nötig
Ein möglicher Boom bei E-Autos erfordert bis 2030 mehr Ladepunkte. Im Höchstfall seien laut einer Studie des Bundesverkehrsministeriums 843.000 öffentliche Stationen erforderlich.
 
Der „Masterplan Ladeinfrastruktur“ des Bundesverkehrsministeriums verfügt über eine erste valide Rechengrundlage, vorgelegt von der staatlichen Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur. Die sich aus deren Studie ergebende Aufgabe für die kommende Dekade lautet: Mach aus derzeit 33.000 öffentlichen Ladestationen für E-Autos bis zu 843.000 im Jahr 2030, mindestens aber 440.000.

Für ihre Berechnungen haben die Verfasser der Studie − das beauftragte Reiner Lemoine Institut − vertrauliche Gespräche mit den Autoherstellern über ihre E-Auto-Strategien geführt. Das Berliner Institut sieht demnach für den Straßenverkehr in Deutschland im Jahr 2030 bis zu 14,8 Millionen batterieelektrische E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride voraus – mehr als erwartet. Als Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) im vergangenen Jahr mit der Autoindustrie Vorgespräche für den „Masterplan Ladeinfrastruktur“ führte, ging die Grobschätzung noch von einer Million öffentlicher Ladepunkte bei etwa zehn Millionen zugelassenen E-Autos aus.

61 % der Ladevorgänge finden privat statt

Die Schwankungsbreite von bis zu 400.000 nötigen öffentlichen Ladestationen ergibt sich aus einigen Unsicherheiten. Ausschlaggebend sei, so die Studie, wie viele E-Autos und private Ladepunkte es 2030 tatsächlich gebe und wie ausgelastet die öffentlichen Stationen seien. Nicht zuletzt hänge die zu schließende Lücke davon ab, wie häufig E-Autofahrer an Schnellladestationen auftanken. Geschieht dies vorrangig, sei „der Bedarf deutlich geringer“ als der errechnete Maximalwert von 843.000 öffentlichen Ladepunkten.
  Die Szenarien für 2030 gehen davon aus, dass E-Autos zu etwa 61 % an privaten Ladepunkten auftanken – das sind zwischen 5,4 und 8,7 Millionen. Dort würden 41 % der benötigten Strommenge von 30 Mrd. kWh abgedeckt. Die weiteren Anteile des E-Treibstoffs verteilen sich 2030 gemäß der Studie zu 32 % auf öffentliche Ladestationen und zu 27 % auf Angebote von Firmen. „Öffentlich zugängliche Ladepunkte sind zwingend nötig, um die Lücke zu schließen“, teilt das Reiner Lemoine Institut mit. Die größte Rolle spielen Ladestationen dort, „wo man sein Auto am häufigsten parkt: am Straßenrand oder auf öffentlichen Parkplätzen“, resümieren die Autoren. Der Bedarf liege hier bei etwa 420.000 Ladepunkten.

Neu justiert haben die Verfasser der Studie das Verhältnis von E-Autos je öffentlicher Ladestation. Bisher galt als Faustformel, dass zehn Fahrzeuge auf eine Station kommen. Dies werde sich – ohne Unterscheidung von urbanen und ländlichen Erfordernissen – auf 11:1 im kommenden Jahr und auf 20:1 im Jahr 2030 ändern. Als Gründe nennt die Studie eine bessere Verfügbarkeit von privater Ladeinfrastruktur und eine steigende Ladeleistung. Differenzierter liest sich dies beim Blick auf die Gegebenheiten in Städten und auf dem Land. Während in städtischer Umgebung eine öffentliche Ladestation für 14 E-Autos vorhanden sein sollte, reiche in Vororten und im ländlichen Raum ein Ladepunkt für 23 Fahrzeuge.

Die Studie „Ladeinfrastruktur nach 2025/2030 - Szenarien für den Markthochlauf"   ist auf der Internetseite der „NOW GmbH − Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ downloadbar.

 
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