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REGENERATIVE:
Bosch baut Solar-Aktivitäten aus
Die Robert Bosch GmbH will die Mehrheit an der aleo solar AG erwerben und darüber hinaus die Johanna Solar Technology GmbH übernehmen.
 

Einige Kernaktionäre von aleo solar, die zusammen knapp 39,43 Prozent des Grundkapitals halten, haben mit dem Bosch-Konzern Verträge über den Verkauf ihrer Beteiligung unterzeichnet, teilte aleo solar Anfang August mit. Der Kaufpreis für diese Anteile beträgt laut Bosch 46 Mio. Euro. Der Stuttgarter Konzern will den aleo-Aktionären darüber hinaus ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot unterbreiten. Die gesamte Transaktion ist den Angaben zufolge an die Bedingung geknüpft, dass Bosch nach Abschluss des Übernahmeangebots mindestens 75 Prozent der aleo-Anteile hält.

Das Oldenburger Unternehmen vertreibt Photovoltaikmodule, die im brandenburgischen Prenzlau sowie in der Nähe von Barcelona aus zugekauften mono- und polykristallinen Solarzellen gefertigt werden. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete aleo solar mit rund 800 Mitarbeitern bei einem Umsatz von etwa 360 Mio. Euro ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von knapp 24 Mio. Euro.

Jakobus Smit, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender von aleo solar, begrüßt die vorgeschlagene Transaktion: „Wir haben uns konsequent als Premiummarke positioniert und einen starken eigenen Vertrieb aufgebaut. Es freut uns, dass Bosch dies als ideale Ergänzung zu seinen aktuellen Photovoltaik-Aktivitäten sieht, die sich im Wesentlichen auf die im vergangenen Jahr erworbene Ersol stützen."

Die Stuttgarter hatten im Juni 2008 von dem US-amerikanischen Finanzinvestor Ventizz Capital Fund II LP für rund 546 Mio. Euro den Mehrheitsanteil von 50,45 Prozent an der Erfurter Ersol Solar Energy AG erworben und diesen schließlich auf 85,48 Prozent aufgestockt. Im Dezember kündigte Bosch an, bis 2012 rund 530 Mio. Euro in Ersol investieren zu wollen. Geplant ist, die Fertigungskapazität für kristalline Solarzellen und -module im thüringischen Arnstadt auf 630 MW zu verdreifachen.

Neben der Übernahme von aleo solar plant der Bosch-Konzern zusätzlich über 60 Prozent der Anteile an der Johanna Solar Technology GmbH zu kaufen, an der auch aleo solar mit etwa 17 Prozent beteiligt ist. Johanna Solar produziert seit Ende 2008 in Brandenburg an der Havel mit der so genannten CIGSSe-Technik Dünnschicht-Photovoltaikmodule, die von aleo solar vertrieben werden.

„Mit dem Erwerb stärken wir unsere Position in der Photovoltaik und im Bereich der regenerativen Energien. Gemeinsam mit den Führungskräften und Mitarbeitern von aleo und Johanna sowie im Verbund mit der Mannschaft unserer Tochtergesellschaft Ersol sehen wir gute Chancen, dieses zukunftsweisende Geschäftsfeld deutlich auszubauen," erklärte Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung und für den Geschäftsbereich „Solar Energy" in der Sparte Industrietechnik zuständig.


 
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Donnerstag, 27.08.2009, 15:46 Uhr