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Enerige & Management > Wirtschaft - Bosch: Stabiler Umsatz, Einbruch beim Gewinn
Bild: THesIMPLIFY, Fotolia.com
WIRTSCHAFT:
Bosch: Stabiler Umsatz, Einbruch beim Gewinn
Trotz der Konjunkturschwäche konnte der Bosch-Konzern 2019 das Umsatzniveau vom Vorjahr halten. Nach vorläufigen Zahlen wurden Erlöse von 77,9 Mrd. Euro erzielt.
 

Das Ergebnis (Ebit) lag bei 3 Mrd. Euro, was einen drastischen Rückgang von 45 % bedeutet. Im Vorjahr betrug das operative Ergebnis noch 5,4 Mrd. Euro. Die Ebit-Rendite wird mit 4 % angegeben. Diese Zahlen hat der Stuttgarter Technologiekonzern jetzt vorgelegt. 47 Mrd. Umsatz entfielen danach auf den Unternehmensbereich Mobility Solutions, ein Wert, der nahe beim Vorjahresergebnis liegt.

Bei der Vorstellung der Zahlen wies Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung, auf starke Einbrüche in der Autoproduktion hin. Die hätten zwar auch bei Bosch Spuren hinterlassen. Die breite Aufstellung des Unternehmens wirke aber stabilisierend und helfe auch, Neues zu erschließen. Gleichzeitig kündigte er an, weiter in wichtige Wachstumsfelder zu investieren. Allein im laufenden Jahr wolle man mehr als eine Milliarde Euro für die elektrifizierte, automatisierte und vernetzte Mobilität der Zukunft ausgeben. „Als Innovationsführer gestalten wir die Mobilitätswende maßgeblich mit und nutzen die sich ergebenden Chancen“, betonte Denner.

Besonders die rückläufige Automobilproduktion in China und Indien sowie die weiter gesunkene Nachfrage bei Dieselfahrzeugen machen dem Konzern aktuell zu schaffen. Bosch rechnet damit, dass die globale Autoproduktion das dritte Jahr in Folge schrumpft und 2020 mit einem weiteren Rückgang von 2,6 % auf weltweit 89 Mio. Fahrzeuge fällt. Das sind rund 10 Mio. weniger als 2017. Eine Aufwärtsbewegung sehen die Stuttgarter nicht vor 2025.

Auch hohe Restrukturierungskosten im Bereich Mobilität sowie Vorleistungen für Zukunftsprojekte belasteten das Ergebnis, erklärte Finanzchef Stefan Asenkerschbaumer. Dennoch wolle man 2020 in den wichtigen Branchen und Regionen stärker wachsen als die Märkte. Er kündigte auch an, die Produktionskapazitäten anzupassen. Das soll aber sozialverträglich erfolgen. Entsprechende Vereinbarungen, um Überkapazitäten abzubauen, seien bereits an großen Standorten wie Bamberg, Schwieberdingen und Stuttgart-Feuerbach gelungen.

Allerdings rechnet sich das Unternehmen mit dem Umbruch in der Autobranche auch Chancen aus. Beispielsweise, weil Neueinsteiger bei der E-Auto-Produktion verstärkt Komplettlösungen statt einzelner Komponenten nachfragen könnten. Aus dem Trend zu mehr Elektronik und Software will der Konzern, der sich in vielen Bereichen als Technologieführer sieht, ebenfalls Vorteile ziehen.

Aber auch abseits der Mobilität sieht Bosch Möglichkeiten. „Klimaschutz und Energieeffizienz bieten weitere Geschäftschancen“, prognostizierte Denner. In diesem Zusammenhang kündigte er an, in den kommenden Jahren 100 Mio. Euro ins Wärmepumpengeschäft zu stecken.


 
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Freitag, 31.01.2020, 14:22 Uhr