• Strom zumeist fester, CO2 kaum verändert, Erdgas legt zu
  • Amprion allein für Korridor B verantwortlich
  • 10 Mio. Euro Förderung für 20 MW Elektrolyseur übergeben
  • Forscher prognostizieren extremere Wetterereignisse
  • IEA mahnt weitere politische Maßnahmen für Klimaneutralität 2050 an
  • BDEW bekräftigt Notwendigkeit des Ausbaus
  • Bund sieht kein erhöhtes Brandrisiko bei E-Autos
  • Greenpeace Energy kritisiert neue EU-Beihilfeleitlinien
  • Störungsmeldung per QR-Code
  • EnBW holt beim Ergebnis auf
Enerige & Management > England - Britische Versorger im Visier der Kartellwächter
Bild: Tui
ENGLAND:
Britische Versorger im Visier der Kartellwächter
„Im Sinne der Verbraucher funktioniert an den britischen Gas- und Strommärkten der Wettbewerb noch nicht gut genug.“ Damit begründet der britische Regulator für den Gas- und Strommarkt (Ofgem) seine jüngste, schwerwiegende Entscheidung.
 
Ofgem hat die sechs großen Energieversorger im Lande an die die britische Wettbewerbsaufsicht (Competition and Markets Authority - CMA), zur genauen Prüfung überwiesen. Es geht um ein ganzen Bündel von Fragen zu drei Kernpunkten: Fahren die Unternehmen überproportional hohe Gewinne zu Lasten der Verbraucher ein? Gibt es Absprachen für Gas- und Strompreise oder einzelne Dienstleistungen? Hilft es, die Versorger in kleinere Einheiten aufzubrechen? Die Untersuchung, die der erste große Fall für die noch relativ junge CMA, kann bis zu zwei Jahre dauern.
 
Die Entscheidung, den Fall an die CMA zu geben, hat Ofgem mit dem „tiefen Misstrauen“ in der Öffentlichkeit gegenüber der gesamten Branche begründet. Es sei nicht klar, wieso die Versorger steigende Gewinne einfahren, obwohl keine nennenswerten Kosteneinsparungen nach außen erkennbar seien. Gleichzeitig würden die Unternehmen höhere Energiepreise in Rechnung stellen, ohne dass mehr Leistungen angeboten werden.
 
Die großen sechs Versorger, darunter die britischen Töchter von Eon und RWE, fühlen sich aber keineswegs an den Pranger gestellt. Sie sehen in der CMA-Untersuchung keine Gefahr, sondern begrüßen sie ausdrücklich als eine Chance, verlorenes Vertrauen wiederzugewinnen. Vincent de Rivas, der Vorstandschef von EDF Energy, hat sogar schon seit 2011 selbst eine solche unabhängige Untersuchung gefordert. Er betont: „Wir gehen natürlich nicht in die Defensive, sondern arbeiten mit. Denn das kann uns und unseren Kunden helfen herauszufinden, wie der Markt noch besser funktionieren kann.“ Sam Laidlaw, als Vorstandschef von Centrica an der Spitze des größten britischen Energieversorgers, hofft, dass die Untersuchung „Sicherheit in den Rahmenbedingungen schafft“.
 
Sicherheit hin oder her, zumindest gibt es nunmehr eine gewisse Chance, die Energieversorger aus dem Wahlkampf herauszuhalten. Denn bis die CMA ihre Ergebnisse vorlegt, sind sowohl das Referendum über die schottische Unabhängigkeit im kommenden September wie auch die im Mai 2015 anstehenden britischen Parlamentswahlen vorbei.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Montag, 30.06.2014, 15:20 Uhr