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Enerige & Management > Photovoltaik - BSW legt 7-Punkte-Plan für eine Solaroffensive vor
Bild: Fotolia.com, itestro
PHOTOVOLTAIK:
BSW legt 7-Punkte-Plan für eine Solaroffensive vor
Die Solarwirtschaft begrüßt den Fall des Solardeckels und legt zugleich einen 7-Punkte-Plan für eine Ausbauoffensive vor, damit dem Kohleausstieg keine Stromlücke folgt.
 
Die Solarwirtschaft reagierte erleichtert auf die jüngste Entscheidung des Deutschen Bundestages, den Solardeckel im Erneuerbare-Energien-Gesetz zu streichen. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am 19. Juni mit. Mit einem deutlich verstärkten Ausbau solarer Stromerzeugung und Speichern seien die Klimaschutzziele im Stromsektor erreichbar, eine Stromlücke vermeidbar und 50.000 neue Jobs möglich, meint der Verband. Um den erneuerbaren Anteil in der Energieversorgung zu erhöhen, müssten aber weitere Marktbarrieren noch in diesem Jahr abgebaut werden, fordert der BSW zugleich.

Unter dem Motto "Auf geht's" legte der BSW dafür zugleich einen 7-Punkte-Fahrplan vor. „Die Solar- und Speicherbranche könnte damit deutlich kraftvoller dazu beitragen, dass die Klimaschutzziele und die Versorgungssicherheit kosteneffizient gewährleistet werden“, erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. An erster Stelle der Empfehlungen stehen eine Verdoppelung des Photovoltaik-Ausbautempos im Jahr 2021 und eine Verdreifachung der jährlich installierten PV-Leistung ab dem Jahr 2022.

Die im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung für das Jahr 2030 vorgesehenen solaren Kraftwerkskapazitäten, müssten bereits Mitte der 2020er Jahre errichtet sein. Nach einem zu Wochenbeginn gemeinsam mit Bonner Forschern vorgelegten Gutachten sei nur so eine Stromerzeugungslücke vermeidbar, die andernfalls infolge des Atom- und Kohleausstiegs bereits in drei Jahren aufreiße, sagt der BSW.

Speicherkapazität bis 2030 verzehnfachen

Damit Batteriespeicher ihre wichtige kurzfristige Pufferfunktion für die Energiewende im erforderlichen Umfang erfüllen können, müsse ihre Kapazität in den kommenden zehn Jahren gegenüber 2019 verzehnfacht werden, mahnt der BSW. Hinzu komme, dass die von der Bundesregierung jüngst vorgelegte Wasserstoffstrategie zwar einige gute Ansätze umfasse, bis 2030 aber nur einen Bruchteil der darüber hinaus notwendigen saisonalen Speicherkapazität schaffen könne.

Gegen Ende des Jahrzehnts müsse bereits die vierfache Leistung an Wasserstoff-Elektrolyseuren vorliegen, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen, berechneten die Gutachter von EuPD Research in ihren viertelstundenscharfen Energiemarktszenarien.

Marktbarrieren wegräumen

Als vorrangige Marktbarrieren führte die Solarwirtschaft unter anderem die Belastung solarer Eigen- und Direktversorger mit der EEG-Umlage an, ungeeignete Rahmenbedingungen für die Errichtung von Solardächern der Megawattklasse auf großen Industriehallen und eine viel zu restriktive Standortkulisse für ebenerdig errichtete Solarparks.

Im Falle der Einführung angemessener CO2-Mindestpreise könne die Förderabhängigkeit der Photovoltaik in den kommenden Jahren deutlich verringert werden. Der durch starke Preisschwankungen gekennzeichnete europäische Emissionshandel böte zu wenig Investitionsimpulse und gleiche Marktverzerrungen zuungunsten erneuerbarer Energien nur unzureichend aus. Er bilde zudem nur einen Bruchteil der Gesundheits- und Klimafolgenkosten fossiler Energieträger ab, kritisiert der Verband.

Weiterer dringender gesetzlicher Reformbedarf bestehe in den Augen des BSW auch, um den Weiterbetrieb tausender Solarstromanlagen zu ermöglichen, die bereits ab 2021 nach 20 Jahren Anlagenbetrieb aus der EEG-Förderung fallen. Dafür bedürfe es nach Auffassung des BSW keiner Anschlussförderung mehr, wohl aber die „Ermöglichung eines barriere- und diskriminierungsfreien Weiterbetriebs“.

Die Studie zur Stromlücke   steht als PDF auf der Website von "The smarter E" zum Download bereit.

 
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