• Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
  • Mehr Flächen für Windturbinen durch weniger Drehfunkfeuer
  • Stromerzeugung und Agraranbau in einem
  • Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
  • Diese Plattform ist "ein bisschen zu früh gekommen"
  • Batterierecycling mit Hindernissen
  • Mehr Strom aus fossilen Energieträgern im ersten Quartal 2021
  • "Wir müssen jetzt Gas geben!"
  • Das Jahrzehnt wird deutlich wärmer
  • RWE startet Bau von 1,4-GW-Windpark
Enerige & Management > Wärme - Bündnis fordert mehr Investitionen in grüne Wärmenetze
Bild: Detlef, Fotolia.com
WÄRME:
Bündnis fordert mehr Investitionen in grüne Wärmenetze
Ein Bündnis aus Verbänden und Unternehmen schlägt ein Förderprogramm für grüne Wärmenetze vor. Dies könnte die Konjunktur mit stützen und zugleich die Wärmewende ankurbeln.
 
Das Bündnis „Wir brauchen neuen Schwung für die Wärmewende” schlägt ein Förderprogramm vor, das die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare oder klimaneutrale Quellen künftig erleichtern soll, indem es bestehende Hürden abbaut. Hinter dem Bündnis stehen die Deutsche Umwelthilfe, EWS Elektrizitätswerke Schönau, 8KU, Klima-Allianz Deutschland, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

Die Vorschläge hat das Bündnis am 13. Mai veröffentlicht. Demnach müsste ein Förderprogramm unter anderem auf folgende Punkte abzielen:
  • den Umbau der bestehenden Wärmenetze mit dem Ziel, die Aufnahme von erneuerbarer und klimaneutraler Wärme zu gewährleisten, zum Beispiel für Temperaturabsenkungen im Netz und bei Anwendern,
  • eine Erhöhung der Menge an erneuerbarer und klimaneutraler Wärme in Neubaunetzen durch Verbreiterung und bessere Ausstattung zum Beispiel der Programme Wärmenetze 4.0 und energieeffiziente Wärmenetze,
  • Verbesserung der personellen und finanziellen Ausstattung der Kommunen, damit diese auch in der Lage sind, eine Wärmeplanung überhaupt durchzuführen,
  • Qualifizierungsoffensive für Fachkräfte zur Sicherung hoher Qualitätsstandards sowie
  • den breiteren Einsatz von Wärmespeichern und PtH-Anlagen, zum Beispiel E-Heizer und Groß-Wärmepumpen.
Es gehe darum, Wärmenetze in Stadt und Land zu erhalten, um- und auszubauen und sukzessive mit klimaneutraler und erneuerbarer Wärme zu füllen, meinen die Bündnis-Mitglieder. Hierbei sollten laut dem Bündnis die unterschiedlichsten Potenziale genutzt werden, von Abwärme über Solarthermie, Geothermie bis hin zu geringer werdenden Anteilen von KWK-Wärme. Hierzu brauche es aber mehr Anreize und Instrumente.

Das bestehende Programm „Wärmenetze 4.0” ist dem Bündnis zum Beispiel zu eng ausgelegt und enthalte unrealistische Förderbedingungen (zum Beispiel für Bioenergie). Es sollte auf eine breitere Basis gestellt und besser ausgestattet werden. Zudem sollten KfW-Programme (z. B. Erneuerbare Energien Premium − Finanzierung von Maßnahmen zur Nutzung Erneuerbarer im Wärmemarkt) verstetigt und in der Abwicklung noch verschlankt werden.

Einen weiter wichtigen Ansatzpunkt sieht das Bündnis bei der finanziellen Ausstattung der Kommunen. Kommunale Wärmeplanung scheitere zu oft an der zu geringen Ausstattung der Kommunen mit Fachkräften und nicht zuletzt aus finanziellen Gründen. Hier müsste dringend nachgebessert werden.

Ein zentraler Ansatzpunkt für die Nutzung von Großwärmepumpen oder Power-to-Heat in Wärmesystemen ist zudem die Weiterentwicklung des Systems für Abgaben und Umlagen auf Strom. Die in Verbindung mit der Einführung des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) angekündigte Absenkung der EEG-Umlage sei ein erforderlicher erster Schritt. Es ist geplant, die EEG-Umlage vom nächsten Jahr an zu reduzieren, um den privaten Haushalten einen Teil der Belastung aus BEHG zurückzugeben, wie E&M mehrmals berichtete.

 
Das Papier des Bündnis „Wir brauchen neuen
Schwung für die Wärmewende” als PDF.
Zur Vollansicht auf das Dokument klicken
Quelle: Klima-Allianz Deutschland

 

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 13.05.2020, 14:08 Uhr