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Enerige & Management > Wärme - Bundesländer heizen unterschiedlich
Bild: Fotolia.com, sasel77
WÄRME:
Bundesländer heizen unterschiedlich
Vor dem Hintergrund der Diskussionen über mehr Klimaschutz in der Wärmeversorgung weist der BDEW auf deutliche länderbezogene Unterschiede in der Beheizungsstruktur von Wohnungen hin.
 
In den Bundesländern gibt es deutliche Unterschiede im Hinblick auf die zum Heizen von Wohnungen einsetzten Technologien und Energieträger. Auch das Durchschnittsalter der Heizungsanlagen variiere, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. Als wichtige Einflussfaktoren nennt der BDEW Siedlungsdichte, vorhandene Leitungsinfrastruktur und regionale Besonderheiten.

Dass in Niedersachsen über 60 % der Wohnungen mit Erdgas beheizt werden, hängt nach BDEW-Deutung auch damit zusammen, dass dort viel Erdgas gefördert wird. Bundesweit komme Erdgas in nahezu jeder zweiten Wohnung als Heizenergie zum Einsatz und sei damit deutschlandweit der führende Heizenergieträger. Anteile um die 50 % erreiche Erdgas auch in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Fernwärme sei in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg mit 37 beziehungsweise 31 % am stärksten verbreitet. Auch im Osten Deutschlands – vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg – erreiche Fernwärme Marktanteile um die 30 %.

Öl-Zentralheizungen sind nach BDEW-Erkenntnissen vor allem in den südlichen Flächenländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen mit Marktanteilen von jeweils rund 40 % weit verbreitet. Im Saarland sei die Öl-Zentralheizung mit einem Anteil von über 37 % die mit Abstand am meisten genutzte Heizungstechnologie.

Weiter gute Umstellmöglichkeiten von Öl auf Gas

Von insgesamt 5,8 Millionen Wohnhäusern mit Ölheizung könnten demnach mehr als zwei Millionen relativ problemlos auf Gas und 500 000 auf Fernwärme umgestellt werden, weil sie im Bereich von Gas- und Wärmenetzen liegen.

Einzelheizungen wie Holzpellet-Öfen oder elektrische Nachtspeicher haben mit etwa 10 % in Baden-Württemberg und Bayern ihre größten Marktanteile. Mit Strom betriebene Heizungen wie Nachtspeicheröfen oder Wärmepumpen, die schon heute vollständig erneuerbar betrieben werden können, kommen deutschlandweit gerade einmal auf einen Gesamtanteil von 4,8 %.

Interessant ist auch ein Blick auf das Alter der genutzten Heizanlagen, wo sich ebenso länderbezogene Unterschiede erkennen lassen. Während die Heizungen in Hamburg (Durchschnittsalter 19 Jahre), Baden-Württemberg (18,8) und Hessen (18,5) über dem gesamtdeutschen Durchschnitt von 17 Jahren rangieren, schnitten unterhalb dieser Linie Schleswig-Holstein (14,6), Niedersachsen (14,7) und Mecklenburg-Vorpommern (15,3) am besten ab. Fast ein Viertel aller Wohnungsheizungen in Deutschland sind laut BDEW älter als 25 Jahre.

Die Angaben stammen aus der im Sommer vorgelegten Studie „Wie heizt Deutschland?“   , die das Marktforschungsinstitut Prolytics für den BDEW erstellt hat. Bezugsgröße sind 40,6 Millionen Wohnungen in Deutschland.

 
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Donnerstag, 24.10.2019, 16:55 Uhr