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Enerige & Management > Wasserstoff - Creos startet mit Trassenbegehung für Wasserstoff-Leitung
Quelle: Shutterstock / Visionsi
WASSERSTOFF:
Creos startet mit Trassenbegehung für Wasserstoff-Leitung
Der Bund hat der grenzüberschreitenden H2-Initiative "mosaHYc" die Erlaubnis zum "vorzeitigen Maßnahmenbeginn" im Rahmen des IPCEI-Förderprogramms erteilt.
 
Die Erlaubnis "vorzeitiger Maßnahmenbeginn" ist ganz wortwörtlich zu verstehen: Bereits jetzt und noch vor Beginn des endgültigen Förderbescheids des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWK) kann die Creos Deutschland Wasserstoff GmbH, Projektpartner auf deutscher Seite, mit dem Projekt "mosaHYc" starten. 

Zum Projekt: Der Name steht für "Moselle Saar Hydrogen Conversion". Der Verteilnetzbetreiber (VNB) Creos (Deutschland) und der Ferngasnetzbetreiber "GRTgaz" (Frankreich) wollen hierbei zusammen mit dem luxemburgischen Energiekonzern Encevo, zu dem Creos gehört, eine rund 100 Kilometer lange Wasserstoff-Pipeline in der Großregion Saarland (Deutschland), Moselle (Frankreich) und dem Großherzogtum Luxemburg etablieren. Rund 70 Kilometer bereits existierende und teilweise außer Betrieb genommene Erdgas-Leitungen sollen hierbei in Wasserstoff-Leitungen umgewandelt werden. Durch den zusätzlichen Neubau von rund 30 Kilometern Wasserstoff-Röhren soll so ein erstes Wasserstoff-Inselnetz im Dreiländereck entstehen.

Besonders die Trassenplanung für die neue Leitung zwischen Dillingen an der Saar und der an der deutsch-französischen Grenze gelegenen Ortschaft Ihn will Creos nun angehen. Erste Trassenbegehungen sollen unverzüglich stattfinden. Norman Blaß, Geschäftsführer der Creos Deutschland Wasserstoff: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis Anfang des kommenden Jahres die konkrete Trasse festzulegen, um 2023 zügig die Genehmigungsverfahren für den Bau der neuen Leitung zu eröffnen."

Ebenfalls im kommenden Jahr will der VNB technische Machbarkeitsstudien durchführen, um die Umstellung der bestehenden Erdgas-Leitungen auf Wasserstoff voranzutreiben. 

Zu den Daten: Das anvisierte 100 Kilometer lange Inselnetz wird eine vom maximalen Betriebsdruck abhängige Kapazität von bis zu 120.000 m3 pro Stunde bereithalten. Die Inbetriebnahme des Leitungsnetzes verfolgen die Partner für das Jahr 2026. 2030 wollen sie rund 60.000 Tonnen Wasserstoff durch das Netz transportieren.

Für die sogenannte "Grande Region" (Großregion Saarland, Departement Moselle und Luxemburg) gilt Mosahyc als Kern des Anschlusses an das künftige europäische Wasserstoff-Verbundnetz "European Hydrogen Backbone". Das Projekt Mosahyc ist zur Förderung als europäisch bedeutsame Infrastruktur (IPCEI) angemeldet, über die Subventionierung ist aber in Berlin und Brüssel noch nicht entschieden.
 

Davina Spohn
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Montag, 17.10.2022, 15:03 Uhr

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