• Geschmolzene Atomträume
  • Esslingen startet gemeinschaftliches Solarprojekt
  • Gutes Zeugnis für das ETS
  • Die wichtigsten Länder bei neuinstallierter Windkraftleistung
  • Strom rutscht ab, CO2 und Gas steigen
  • 90 % der Planungen nicht mehr von Flugsicherung blockiert
  • Interne Lösung: Stadtwerke Wasserburg mit neuem Werkleiter
  • Stadt Essen gründet eigenen Wasserstoff-Beirat
  • Klima-Expertenrat drängt auf bessere Datenlage
  • Mit erfundenen Windparks Konzerne um Millionen gebracht
Enerige & Management > Kohlekraftwerke -  Datteln 4 geht in regulären Betrieb
Bild: visdia, Fotolia
KOHLEKRAFTWERKE:
Datteln 4 geht in regulären Betrieb
Das umstrittene Steinkohlekraftwerk Datteln 4 geht am kommenden Samstag, 30. Mai,  in den kommerziellen Betrieb.
 
(dpa) - Das hat ein Sprecher des Betreibers Uniper am 26. Mai angekündigt. Mit diesem Schritt werde die Phase der Inbetriebsetzung des Kraftwerks formal abgeschlossen. Alle Tests seien erfolgreich gewesen.

Datteln 4 hat bereits in den vergangenen Monaten erhebliche Mengen Strom produziert und in das Netz eingespeist. Uniper hatte zuletzt angekündigt, das Kraftwerk im Frühsommer in Betrieb zu nehmen.
 
Das Steinkohlekraftwerk im nördlichen Ruhrgebiet ist zum Symbol der Auseinandersetzung um die Energie- und Umweltpolitik in Deutschland geworden. Bundesregierung und NRW-Landesregierung betonen, dass im Gegenzug ältere Steinkohlekraftwerke abgeschaltet werden. Dadurch würden die zusätzlichen Kohlendioxid-Emissionen von Datteln 4 kompensiert. Das sei sinnvoller, als eine hohe Entschädigung zu zahlen. Uniper hatte angekündigt, bis Ende 2025 seine übrigen Steinkohlekraftwerke abzuschalten.
 
Dem widersprechen Umweltverbände. Der billige Strom aus Datteln werde umweltfreundlichere Alternativen vom Markt drängen, befürchten sie.
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte im Kurznachrichtendienst Twitter, mit dem Anschalten von Datteln 4 „erlischt nicht nur der letzte Funken energiepolitischer Glaubwürdigkeit der Regierung“. Deutschland sende auch „ein fatales Signal um die Welt - wie sollte man danach noch andere Staaten zum Kohleausstieg drängen?“
 
Die Stromproduktion der kommenden Jahre hat Uniper bereits zu großen Teilen an RWE und die Deutsche Bahn verkauft. RWE versucht bisher vergeblich, auf dem Rechtsweg aus den Verträgen herauszukommen.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 2.98
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Dienstag, 26.05.2020, 16:56 Uhr