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Enerige & Management > Klimaschutz - Der Wärmesektor wird vernachlässigt
Bild: Leonid Tit, Fotolia
KLIMASCHUTZ:
Der Wärmesektor wird vernachlässigt
Mit mehr als 50 % Anteil am Endenergieverbrauch hat die Wärmeerzeugung eine große Hebelwirkung für CO2-Einsparungen. Aber weder Deutschland noch Großbritannien machen genug dafür.
 
Eine Studie von Wissenschaftlern des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam belegt, dass beide Länder weitaus mehr für eine wirksame Eindämmung des Klimawandels im Heizungssektor tun müssten.

„Da sie die beiden größten Volkswirtschaften in Europa sind und einen weitgehend ähnlichen Wärmebedarf haben, eignen sich Deutschland und Großbritannien besonders gut für einen Vergleich der Steuerung des Heizungssektors“, sagt Leonard Frank, Erstautor der Studie. Sie unterlägen außerdem beide dem gemeinsamen Rahmen der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie, die der Gebäudeheizung große Bedeutung beimesse.

Die Analyse der politischen Strategien der beiden Länder hat jedoch offenbart, dass keine der Regierungen auch nur annähernd die Potenziale ausschöpft. Keines der Länder verfüge über ausreichende Instrumente wie etwa Gesetze, Förderprogramme oder Regulierungsmaßnahmen, um systematisch „Gelegenheitsfenster“ für Investitionen in CO2-arme Heizinfrastrukturen zu schaffen.

Die Autoren empfehlen daher, auf zentraler Ebene eine Verpflichtung zum Ausstieg aus CO2-intensivem Heizen einzuführen, möglicherweise gekoppelt an Ziele für die Sanierung des Gebäudebestands. Dies sollte in eine Abfolge geplanter politischer Interventionen eingebettet werden. 

„Im Rahmen der Konjunkturprogramme für den Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise könnten Prämien für den Einbau von Wärmepumpen sowie die energetische Gebäudesanierung einen wichtigen Anstoß auf diesem Weg geben“, empfiehlt Rainer Quitzow, der die Studie am IASS leitete.

 
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