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Enerige & Management > Stromnetz - EEBus integriert E-Autos netzverträglich
Bild: Verbund
STROMNETZ:
EEBus integriert E-Autos netzverträglich
Eine Lösung zur netzverträglichen Integration von E-Autos und Wärmepumpen hat die EEBus-Initiative vorgestellt, die hinter der gleichnamigen Kommunikationsschnittstelle steht. 
 
Mit zunehmender Elektrifizierung in den Gebäuden werden Energieengpässe immer wahrscheinlicher: Erprobungen zeigen aber, dass Liegenschaften durch einen standardisierten Informationsaustausch mit dem Netz entlastend wirken können, teilte die EEBus-Initiative mit. E-Autos sollen dabei als flexible Energiespeicher und -verbraucher Last- und Erzeugungsspitzen durch eine Anpassung der Ladeleistung mindern.

Die auf der E-world gezeigte Lösung sieht eine bidirektionale Kommunikation von der Netzebene über Smart Meter Gateways (SMGW) am Netzanschluss bis zu den Energiemanagementsystemen (EMS) von Gebäuden samt angeschlossener Systeme vor. So können Geräte energieoptimiert und nahezu ohne Komfortverlust bei Energieengpässen betrieben werden.

Zwischen dem SMGW, dem EMS und Geräten wie Ladestation oder Wärmepumpe kommt dabei die standardisierte EEBus-Kommunikation zum Einsatz. Das EMS kennt die flexiblen Verbraucher und managt diese im Rahmen der Netzvorgaben oder nutzt Marktanreize wie Preistabellen für einen möglichst günstigen Betrieb.

Bei einem Test-Event habe sich die Kommunikation zwischen Netz und E-Auto bereits bewährt, teilte die EEBus mit: Serienfahrzeuge und Prototypen verschiedener Hersteller wurden mit Leistungsvorgaben über die Protokolle "openADR" (Open Automated Demand Response) und "IEC 61850" an der Ladeleistung angepasst.

Auch das SMGW des deutschen Herstellers Theben AG wurde in der Kommunikationskette eingebunden. Theben hat ein Kommunikationsmodul entwickelt, das Vorgaben aus dem Netz auf den EEBus-Standard umsetzt und Verbrauchsprognosen und Flexibilitäten via SMGW gesammelt ans Netz melden kann. „Die Einbindung der Ladeinfrastruktur durch EEBus über das Smart Meter Gateway zeigt, wohin die Reise geht“, sagt Ruwen Konzelmann, Leiter der Business-Unit Smart Energy bei der Theben AG.

Für diese netzverträgliche Steuerung flexibler Verbraucher wie dem E-Auto wird derzeit das Prinzip der „Spitzenglättung“ in die Gesetzgebung eingebracht. Eine im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums vom Aachener Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) erstellte Studie empfiehlt, die Netzanschlusskapazität jedes Gebäudes künftig in zwei Teile zu trennen: die unbedingte und die bedingte Anschlussleistung.

„Ein Teil soll dem Verbraucher jederzeit unbedingt und uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Er deckt die üblichen klassischen Verbräuche ab. Normale unflexible Haushaltskunden würden also nicht schlechter gestellt“, erklärt der BET-Generalbevollmächtigte Wolfgang Zander und ergänzt: „Beim zweiten Teil jedoch soll der Netzbetreiber zeitlich und im Umfang eng begrenzt die für flexible Einrichtungen verfügbare Entnahmeleistung einschränken können, wenn das Netz an seine Kapazitätsgrenzen kommt.“

Die Empfehlungen von BET stellen die Basis für die Neufassung des §14a des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW), das in diesem Sommer in die Gesetzgebung gehen soll.

 
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