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HALBJAHRESBILANZ:
EEX mit Umsatzsprung
Die Leipziger Energiebörse European Energy Exchange (EEX) hat ihre Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 88 % von 10,85 auf 20,5 Mio. Euro gesteigert.
 
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Tilgung und Abschreibung (Ebitda) lag mit 7,32 Mio. Euro knapp unter dem Wert des Vorjahres. Wie die Börse mitteilte, konnte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2005 von 2,06 auf 5,76 Mio. Euro erhöht werden.

Die positive Entwicklung sei vor allem auf die steigenden Umsätze am Strom-Terminmarkt zurückzuführen, so die EEX. Während die Erlöse aus dem Strom-Spothandel im Berichtszeitraum um 25 % von 2,25 auf 2,82 Mio. Euro zunahmen, stiegen die Erlöse aus Terminmarkt-Geschäften mit Strom um rund 95 % von 4,94 auf 9,65 Mio. Euro an. Die Erlöse aus dem OTC-Geschäft am Strom-Terminmarkt konnten um 173 % von 2,22 auf 6,07 Mio. Euro gesteigert werden. Insgesamt verbuchte die EEX damit einen Zuwachs der Erlöse im gesamten Terminmarkt-Geschäft um 120 % von 7,16 auf 15,72 Mio. Euro. Auch bei den sonstigen Erlösen (Zulassungs-, Schulungs- und Beratungsentgelte sowie sonstige Dienstleistungen) verzeichnete die Leipziger Börse einen Anstieg um 26 % von 1,41 auf 1,78 Mio. Euro.

Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 599 Mio. MWh Strom über die EEX abgeschlossen (Vorjahreszeitraum 279 Mio. MWh). Das Volumen am Strom-Terminmarkt nahm gegenüber dem Vorjahr um 133 % von 239 auf 556 Mio. MWh zu. Das Strom-Spothandelsvolumen stieg im Berichtszeitraum um 8 % von 40 auf 43 Mio. MWh an.

Im Bereich Emissionshandel verzeichnete die EEX ein Transaktionsvolumen von 4,77 Mio. Zertifikaten im Spothandel (Vorjahr 2,25 Mio. Zertifikate) sowie 1,28 Mio. Einheiten im Terminhandel (Vorjahr 0,45 Mio. Emissionsberechtigungen). Über den am 2. Mai gestarteten Handel mit Kohle-Terminmarkt der EEX wurden bislang Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 1 Mio. t verbucht. Das Open Interest lag am 18. August bei über 1,2 Mio. t. Dr. Hans-Bernd Menzel, Vorstandsvorsitzender der EEX, bezeichnete die Volumenentwicklung im CO2-Termingeschäft im ersten Halbjahr 2006 als schwach. In diesem Zusammenhang verwies der Börsen-Chef darauf, dass der europäische CO2-Markt bislang noch nicht im Rahmen seiner Möglichkeiten angegangen wurde und der börsliche Kohlehandel sich europaweit erwartungsgemäß in einem noch „embryonalen“ Zustand befinde. „Die bisherige Geschäftsentwicklung unterstreicht trotz ihrer starken Prägung durch unsere Stromprodukte die Richtigkeit unseres Kurses auf dem Weg zu einer europäischen Energiebörse, ausgerichtet als Multi-Produkt-Börse, als One-Stop-Shop“, erklärte Menzel.

Im Bereich Stromhandel kündigte die EEX die Einführung neuer Produkte (Intraday, Tages- und Wochen-Futures) an. Im Bereich Emissionshandel soll im Rahmen einer Strategiekorrektur zunächst der Marktzugang für Neukunden erleichtert werden. Geplant seien die Abschaffung der Zulassungsgebühr, eine deutliche Senkungen der Jahresgebühren für Nur-CO2-Kunden sowie eine deutliche Senkung der Transaktionskosten für alle Marktteilnehmer. Der Dialog mit den Marktteilnehmern im Bereich Kohlehandel soll intensiviert werden, so die Börse weiter.

Angesichts der Langfristverträge sowie der großen Anzahl der Marktgebiete sei die Liquidität für den börslichen Gashandel stark eingeschränkt. Obwohl die EEX dies kritisch bewerte, werde sich die Leipziger Börse an der Mitgestaltung des deutschen Gasmarktes beteiligen. Eine Kooperation mit der Bundesnetzagentur sei bereits angelaufen: „Wir haben ein Projekt gestartet, das sich mit einem kombinierten Marktmodell für Spot- und Terminmarkt befasst“, so Menzel. Die Exchange Readiness sei für Frühjahr 2007 vorgesehen, die so genannte Member Readiness sei bis zum Beginn des Gasjahres 2007/08 geplant.


 
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Dienstag, 29.08.2006, 15:58 Uhr