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Enerige & Management > Biogas - Effizienter rühren und mischen
Bild: Fotolia.com, Stephan Leyk
BIOGAS:
Effizienter rühren und mischen
Mit einer ausgefeilten Rührwerkstechnik sieht sich die Thöni Industriebetriebe GmbH gerüstet, auch weiterhin Biomethananlagen in Deutschland errichten zu können.
 
Das Tiroler Familienunternehmen kann nach eigenen Angaben „auf 25 Jahre Erfahrung im Bau von Biogasanlagen zurückgreifen“. Der technische Schwerpunkt lag zuerst auf Verfahren zur Trockenvergärung von biogenen Abfällen und wurde schließlich um die Nassvergärung von nachwachsenden Rohstoffen erweitert. Über 100 Biogasanlagen hat der Komplettanbieter bislang gebaut, vor allem in Italien, heißt es am Firmensitz in Telfs. In Deutschland errichtete Thöni zuletzt die Trockenvergärung der AVA Abfallverwertung Augsburg GmbH, die aus Abfällen der Biotonne ein Rohgas erzeugt, dass schließlich auf Erdgasqualität aufbereitet wird. Eine Biomethananlage, die nachwachsende Rohstoffe als Substrate einsetzen, haben die Österreicher im Auftrag der MVV Energie AG sowie der BayWa r.e. renewable energy GmbH in Staßfurt in Sachsen-Anhalt errichtet. Eine weitere Einspeiseanlage für den Münchner Projektentwickler entstand in Barby.

In beiden Vergärungsanlagen wird eine innovative Rührwerkstechnik eingesetzt, die für optimale Bedingungen der Mikroorganismen in den Fermentern sorgen soll. „Unser Paddelrührwerk mischt bis zu 15 Prozent Trockensubstanz problemlos und spart – im Vergleich zu Propellerrührwerken – rund 50 Prozent an Eigenstrombedarf ein“, betont Mirko Steffen, Vertriebsleiter von Thöni in Deutschland. Seiner Aussage zufolge sorgt die robuste Bauweise dafür, dass ein großeres Rührvolumen optimal durchmischt werden kann und Schwimmschichten ausbleiben. Das ermöglicht laut Steffen eine höhere Rohgasausbeute - auch mit vergleichsweise günstigeren Substraten wie Gras und Ganzpflanzensilage. Neben dem Paddelrührwerk stellt das Unternehmen alle Schlüsselkomponenten seiner Biogasanlagen im firmeneigenen Metallwerk in Landeck her. „Dadurch können wir nicht nur einen technischen Standard im industriellen Maßstab bieten, sondern auch individuell auf die Wünsche der Kunden reagieren“, betont Steffen.

Obwohl der Zubau von Biogasanlagen aufgrund der verschlechterten wirtschaftlichen Bedingungen bundesweit fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, rechnet Thöni mit weiteren Aufträgen aus Deutschland. Laut Steffen steht das Unternehmen unmittelbar vor dem Abschluss von Aufträgen für zwei Abfall-Vergärungsanlagen. Zudem gebe es laufend Anfragen nach Einspeiseanlagen, die nachwachsende Rohstoffe einsetzen, weil Energieversorger auf der Suche nach langfristigen Biomethan-Kontrakten seien. Bereits unterzeichnet seien Aufträge für vier Trockenvergärungen, die mit dem so genannten Pfropfenstromverfahren Biogas aus organischen Abfällen erzeugen.

 
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Montag, 12.10.2015, 08:57 Uhr