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Enerige & Management > Wasserstoff - Elektrolyseur bei Flensburg läuft
Der PEM-Elektrolyseur in Haurup bei Flensburg soll jährlich 3 Mio. kWh produzieren, Bild: Energie des Nordens
WASSERSTOFF:
Elektrolyseur bei Flensburg läuft
Der Firmenverbund Energie des Nordens hat seine Power-to-Gas-Anlage in Haurup in Betrieb genommen. Sie soll jährlich 3 Mio. kWh erzeugen.
 
Wasserstoff aus Wind an der Waterkant: Das von „Energie des Nordens“ (EdN) 2018 initiierte Projekt „Windgas Haurup“ ist umgesetzt. Die Power-To-Gas-Anlage in der Nähe von Flensburg läuft im Regelbetrieb, teilen der Firmenverbund, Greenpeace Energy, H-Tec-Systems und Gasunie Deutschland mit. Der Elektrolyseur vom Typ ME 450/1400 soll in Zukunft jährlich 3 Mio. kWh erzeugen.

Betrieben wird er mit überschüssigem Strom aus Windkraftanlagen in der Region. Diese Anlagen würden bei viel Wind sonst abgeschaltet werden, sagt EdN-Geschäftsführer Reinhard Christiansen. Zu den Stromlieferanten gehöre auch ein 20 Jahre alter, aus der EEG-Förderung gefallener Windpark, der weiterbetreiben werden könne, da durch den Elektrolyseur die Stromabnahme zu „auskömmlichen Preisen“ sichergestellt sei. „Wir müssen im Kampf gegen die Klimakrise jede grüne Kilowattstunde nutzen“, sagt Reinhard.

Bei der Anlage handelt es um einen PEM-Elektrolyseur (Protone Exchange Membrane). Er hat eine Nennleistung von 1 MW und reagiere „punktgenau“ auf Steuersignale des Netzbetreibers, sodass die Abregelung von Windkraftanlagen vermindert werden könne. Der erzeugte Wasserstoff wird laut EdN mit einem Anteil von bis zu zwei Volumenprozent ins Ferngasleitungsnetz eingespeist. Für die Einspeisung in die deutsch-dänische Leitung seien in Haurup zwei neue Anschlussleitungen verlegt und eine Einspeiseanlage installiert worden. Die Ferngasleitung erstreckt sich vom Grenzort Ellund bis nach Quarnstedt nördlich von Hamburg. Die Produktionsmenge des Elektrolyseurs nimmt komplett Greenpeace Energy ab. Rund 30.000 „proWindgas“-Kunden zählt die Energiegenossenschaft.

Energie des Nordens ist ein Verbund von 70 Unternehmen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Ihr Projekt in Haurup ist Teil der „Norddeutschen Energiewende 4.0“ (NEW). Dieses Programm zielt darauf ab, den Anteil regenerativer Energien in Schleswig-Holstein und Hamburg bis 2035 auf 100 % zu hieven.

 
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