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Enerige & Management > F&E - Energieforschung für erfolgreiche Energiewende unabdingbar
Bild: Fotolia 48500453 S alphaspirit - Fotoliacom
F&E:
Energieforschung für erfolgreiche Energiewende unabdingbar
Bundeswirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel hat am 30. Juli im Bundeskabinett den Bundesbericht Energieforschung 2014 vorgestellt. Demnach wurden im vergangenen Jahr 809 Mio. Euro für das Energieforschungsprogramm ausgegeben.
 
Die Mittel für die Energieforschung wurden in den vergangenen Jahren aufgestockt und haben sich laut Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) seit 2006 verdoppelt. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sie im Haushaltsjahr 2013 um 14,6 %. Darin enthalten sind 116 Mio. Euro aus dem Energie- und Klimafonds

Einen wesentlichen Beitrag für eine erfolgreiche Energiewende hätten 2012 auch die Bundesländer mit Aufwendungen in Höhe von 252 Mio. Euro geleistet, so das BMWi. Der Energieforschungsbericht, der über die Fördermittel und geförderten Aktivitäten in einzelnen Technologiebereichen informiert, enthält erstmals auch Informationen zum EU-Forschungsrahmenprogramm.
 
„Die Energieforschung ist ein strategischer Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende“, betont der Energieminister. „Mit der Bündelung der Energiepolitik in einem Ressort liegt nun auch die Energieforschung für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in einer Hand, so dass wir diese zwei zentralen Themen künftig noch enger zusammenführen können.“ Im 6. Energieforschungsprogramm sollten künftig besonders systemorientierte Forschungsansätze in den Mittelpunkt gestellt werden, beispielsweise im Bereich zukunftsfähige Stromnetze.

Kostensenkung, Qualitätsverbesserung und Systemansatz im Fokus

Im Energieforschungsbericht wird unter anderem die Projektförderung zu den Bereichen Energieumwandlung (konventionelle wie auch regenerative Erzeugungstechnologien sowie Brennstoffzellen und Wasserstoff), Energieverteilung und –nutzung (Speicher, Netze, Energieeffizienz) sowie nukleare Sicherheitsforschung dargestellt.

So wurden 2013 beispielsweise 342 laufende Projekte in der Photovoltaik mit rund 63 Mio. Euro gefördert, für neue Projekte wurden 49 Mio. Euro aus dem Bundeshaushalt bewilligt. Ziele der Forschung sind hier weiterhin vor allem die Verbesserung der Wirkungsgrade und Kostensenkung sowie Innovationen. Dabei werden Verbundvorhaben mit Industriebeteiligung favorisiert.

In der Windenergieforschung wurden 56 Projekte mit einem Volumen von 37,3 Mio. Euro neu bewilligt, laufende Vorhaben wurden mit 52,6 Mio. Euro gefördert. Auch hier geht es um Kostensenkung, insbesondere durch automatisierte Fertigung, vor allem für den Offshore-Bereich, aber auch um Qualitätsverbesserungen etwa bei Rotorblättern oder neue Anlagenkonzepte.

In der Speicherforschung werden im Rahmen der Forschungsinitiative Energiespeicher 254 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 191 Mio. Euro gefördert. Davon wurden in 2013 rund 39,9 Mio. Euro ausgezahlt. Die Initiative umfasst die beiden „Leuchttürme“ Wind-Wasserstoff-Kopplung und Batterien in Verteilnetzen. sowie den Schwerpunkt Wärmespeicherung. Darüber hinaus standen für Projekte außerhalb der Initiative 19,4 Mio. Euro bereit.

BDEW: Mit technologischen Innovationen zur Zukunftsbranche

Auch der BDEW betont die Bedeutung der Energieforschung: „Wir brauchen technologische Fortschritte und Innovationen auf allen Stufen der Energieversorgung, um die Energieziele zu erreichen“, heißt es dazu. "Gelingen die notwendigen technologischen Innovationen im Energiebereich, hat die Energiewirtschaft die Chance, zur Zukunftsbranche für Deutschland zu werden. Die Energiewende kann damit zu einem Wachstumsmarkt und im besten Fall zu einem Exportmodell werden, von dem die deutsche Wirtschaft nachhaltig profitieren kann", so die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Hildegard Müller.

Sie mahnt zugleich ein gesellschaftliches Klima an, das Forschung und Entwicklung unterstützt und neuen Technologien aufgeschlossen gegenübersteht. "Neue Technologien verdienen eine unvoreingenommene Prüfung. Ihr Einsatz sollte nicht vorschnell durch übergroße Skepsis verhindert werden", sagte Müller, die dabei offensichtlich an CCS und Fracking denkt, ohne dies explizit zu benennen.

Forschungsbedarf sieht der BDEW beispielsweise zu den Themen zentrale und dezentrale Energiespeicher, zu einer neuen Übertragungsinfrastruktur, die den großräumigen Transport von Strom gewährleistet sowie zur Entwicklung intelligenter Verteilnetze, die besser auf den lokalen Ausgleich von dezentral erzeugtem Strom und den lokalen Verbrauchsanforderungen hinwirken können. Zudem seien neue Steuerungs- und Kommunikationsansätze auf der Kundenseite notwendig, „die Signale für die Verbrauchsoptimierung geben“.

„Auch im Bereich konventioneller Kraftwerke sind technologische Innovationen erforderlich, da wir für die sichere Energieversorgung auch künftig auf hocheffiziente Kohle- und Gaskraftwerke angewiesen sein werden ", so Müller, die auf die Mitarbeit des Verbands in den entsprechenden Plattformen des Bundes verweist.

Der als Broschüre erschienene „Bundesbericht Energieforschung 2014 – Forschungsförderung für die Energiewende“ ist abrufbar unter
www.bmwi.de/DE/Mediathek/publikationen,did=647800.htmlg  

 
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Mittwoch, 30.07.2014, 17:20 Uhr