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Enerige & Management > Klimaschutz - Energiewirtschaft reduziert CO2-Emissionen drastisch
Bild: marcelheinzmann / Fotolia
KLIMASCHUTZ:
Energiewirtschaft reduziert CO2-Emissionen drastisch
Mit einer Erfolgsmeldung in Sachen Klimaschutz überrascht die Energiewirtschaft: Das CO2-Einsparziel für 2020 von 40 % wird bereits dieses Jahr erreicht.
 
Allein in den ersten neun Monaten wurden gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 rund 40 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Das geht aus einer Mitteilung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.

Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, bezeichnete den Rückgang als beispiellos: „Dieser große Erfolg für den Klimaschutz stellt die Umbaugeschwindigkeit der Branche erneut unter Beweis“, erklärte er. Sogar eine Minderung von 43 % gegenüber 1990 sei bis Ende des Jahres noch zu schaffen.

Gleichzeitig kritisiert Kapferer die anderen Sektoren, vor allem den Bereich Verkehr, der nach BDEW-Angaben in 30 Jahren nicht einmal einen Rückgang von 1 % geschafft hat. Ein wirksamer Hebel, um auch hier weiterzukommen, wäre vor allem ein ambitionierterer CO2-Preis als bisher vorgesehen.

Beim BDEW nennt man für die außergewöhnlichen Emissionsrückgänge im Energiesektor vor allem drei Gründe: den hohen Anteil der erneuerbaren Energien von jetzt 43 %, den deutlichen Anstieg des CO2-Preises auf rund 25 Euro pro Tonne und die Stilllegung von 1 400 MW Steinkohlekraftwerksleistung.

Gleichzeitig fordert Kapferer Unterstützung von der Politik, um auf dem Erfolgspfad weiterzukommen: Sie müsse dafür sorgen, dass der Ausbau der Windkraft an Land nicht zum Erliegen komme, sondern wieder Fahrt aufnehme. Sonst sei das 65-Prozent-Ziel für 2030 nicht machbar.

Energieverbrauch in Deutschland 2019 erneut rückläufig

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen teilte gleichzeitig mit, dass der Energieverbrauch in Deutschland erneut rückläufig sei. Auch hier wird die Entwicklung der ersten neun Monate zugrunde gelegt. Übers Jahr wird ein Minus von 2 % erwartet. Als Gründe für die Entwicklung werden Verbesserungen bei der Energieeffizienz und eine Verschiebung im Energiemix ausgemacht; darüber hinaus ein konjunkturell bedingter Rückgang bei den energieintensiven Industrien sowie ein fortschreitender Strukturwandel.

Der Verbrauch von Mineralöl lag nach der Energiebilanzstatistik im Vergleichszeitraum um 1,9 % höher, der Erdgasverbrauch stieg um 3,9 %. Höherer Heizbedarf im Frühjahr und der bevorzugte Einsatz von Gaskraftwerken werden als Gründe genannt. Stark gesunken sind die Zahlen bei der Steinkohle (-18 %), was mit Rückgängen in der Strom- und Wärmeerzeugung von mehr als 30 % zugunsten der erneuerbaren Energien erklärt wird.

Braunkohle sackte sogar um 21,7 % ab. Die Überführung von Kraftwerken in die Sicherheitsbereitschaft und die geringere Förderung am Tagebau Hambach werden dafür verantwortlich gemacht. Auch die Kernenergie war mit 3 % im Minus.

Dagegen steigerten die Erneuerbaren ihren Beitrag zum Gesamtenergieverbrauch in den ersten neun Monaten um 4 %. Die Windkraft lag mit 17 % im Plus, bei der Wasserkraft waren es 8 %, die Solarenergie legte nur leicht zu (1 %) und Biomasse verharrte auf Vorjahresniveau.
 

 
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Mittwoch, 30.10.2019, 14:46 Uhr