• Notierungen im Steigen
  • Energiemärkte zeigen sich weiter fest
  • Stufenweiser Smart Meter Rollout geht weiter
  • Neue Allianz fordert 500 Euro Energiewende-Prämie
  • Kabinett beschließt Etat 2022 und Klimaschutzgesetz mit Lücken
  • EnBW verkauft Start-up Twist Mobility
  • Stadtwerke Bochum erfüllen Unternehmensziele
  • EnBW will bis 2025 rund 180 Mio. Euro einsparen
  • Die Marktmacht von RWE wächst
  • Sieben Empfehlungen zum Gelingen der Energiewende
Enerige & Management > Statistik - Erneuerbare bei Stromproduktion im ersten Halbjahr vorn
Bild: Shutterstock, Sergey Nivens
STATISTIK:
Erneuerbare bei Stromproduktion im ersten Halbjahr vorn
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme bilanziert die Wachablösung konventioneller Energieträger: Im ersten Halbjahr stellten Erneuerbare 55,8 % der Nettostromerzeugung.
 
Im gleichen Zeitraum vor einem Jahr lag ihr Anteil in Deutschland noch bei 47 %. Dabei handelt es sich um den Strommix, den Verbraucher aus der Steckdose beziehen.

Auch bei der Bruttostromerzeugung verdrängen Wind-, Solar-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen laut Datenanalyse des Fraunhofer ISE die fossilen und nuklearen Energieträger. Hier überschritten die Erneuerbaren in den ersten sechs Monaten erstmals die 50-%-Marke. Die Bruttobilanz bezieht auch industrielle Eigenerzeugung sowie interne Verluste konventioneller Kraftwerke mit ein, die nicht das öffentliche Stromnetz erreichen.

Beim Nettostrom sticht ein Monatsergebnis heraus: Im vergangenen Februar kamen die Regenerativen bereits auf rund 62 %. Über das gesamte Halbjahr betrachtet lieferten erneuerbare Energien 136,1 Mrd. kWh ins öffentliche Netz - gegenüber 107,6 Mrd. kWh aus konventionellen. Der Löwenanteil entfällt auf die Windenergie mit 30,6 % oder 75 Mrd. kWh, was einem Anstieg von 11,2 % entspricht.

Solar- und Windenergie-Anlagen produzierten zusammen 102,9 Mrd. kWh Strom, das sind 10,3 Mrd. kWh mehr als im Vergleichszeitraum 2019. Solaranlagen speisten mit 27,9 Mrd. kWh gut 11 % mehr Strom ein, in den Spitzenmonaten April bis Juni allein jeweils 6 Mrd. kWh.

Konventionelle: Erdgas läuft der Steinkohle den Rang ab

Insgesamt gingen Stromnachfrage und -produktion zurück. Die Analysten des Fraunhofer ISE schreiben dies der aufgrund der Corona-Pandemie rückläufigen Industrieproduktion und gesunkenen Exporten zu. Die Last lag im Juni 2020 nur noch bei 35,3 Mrd. statt 37,6 Mrd. kWh ein Jahr zuvor; auf das gesamte Halbjahr gesehen rutschte die Last von 245,7 Mrd. auf 234,2 Mrd. kWh ab. Die Stromproduktion sank in den ersten sechs Monaten um 21,7 Mrd. auf 243,75 Mrd. kWh.

Bei den konventionellen Energieträgern verschieben sich allmählich die Gewichte. Verlierer im ersten Halbjahr war die Steinkohle mit einem Rückgang um 46 % auf 14,4 Mrd. kWh. Die Analysten des Fraunhofer ISE sehen die Wirtschaftlichkeit der Steinkohle aufgrund teurer werdender CO2-Zertifikate und niedriger Börsenstrompreise als „kaum mehr gegeben“. Profiteur dieses „fuel switch“ ist das Erdgas, das aufgrund günstiger Einkaufspreise 13,9 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 gewann und inzwischen auf 28 Mrd. kWh des netto produzierten Stroms kommt.

Vor Erdgas liegt bei den konventionellen Energieträgern zum einen noch die Braunkohle. Kraftwerke produzierten mit diesem Rohstoff nurmehr 33,6 Mrd. kWh Strom, das ist ein Rückgang von 36,3 % (erstes Halbjahr 2019: 52,7 Mrd. kWh). Zum anderen trugen die verbliebenen Kernkraftwerke 30,1 Mrd. kWh zur Nettostromproduktion bei, das ist ein Minus von 12,9 % (2019: 34,6 Mrd. kWh).

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Donnerstag, 02.07.2020, 15:12 Uhr