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Enerige & Management > Elektrofahrzeuge - Erster Großauftrag für Streetscooter
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ELEKTROFAHRZEUGE:
Erster Großauftrag für Streetscooter
Der Fischgroßhändler Deutsche See hat bei der Deutschen Post gleich 80 E-Transporter vom Typ Streetscooter bestellt.
 
Der Vorstand der Deutschen Post kann sich freuen: Der Fischimporteur und -großhändler Deutsche See hat gleich 80 Fahrzeuge des posteigenen Elektrotransporters Streetscooter bestellt. Schon ab der kommenden Woche will die Bremerhavener Fischfirma ihre Ware auch per Elektroauto zunächst in Köln, später in 20 weiteren Städten, ausliefern, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Mit dem ersten Großkunden nimmt der Einstieg der Deutschen Post ins E-Fahrzeuggeschäft Formen an. Erst in der ersten Aprilhälfte hatte der Gelbe Riese nicht nur den Bau eines zweiten Produktionswerkes für den Streetscooter angekündigt, sondern auch den Verkauf an externe Kunden wie Botendienste, Handwerks- oder Busbetriebe oder kommunale Fuhrparks. Mit der zweiten Fertigungsstätte will die Post noch in diesem Jahr die Produktion des Streetscooters auf 20 000 Fahrzeuge verdoppeln. Bislang montiert die Post ihren E-Lieferwagen in Aachen, wo das Unternehmen Ende 2014 die Streetscooter GmbH mit ihrem Entwicklungsteam, eine Ausgründung der RWTH Aachen, komplett übernommen hatte. Die Basisversion des wendigen Streetscooters ist auf eine Reichweite von rund 80 Kilometern ausgelegt.
 
Der neue Streetscooter für den Fischhändler DeutscheSee
Bild: Deutsche Post

An den Fischgroßhändler Deutsche See mit Sitz in Bremerhaven liefert die Deutsche Post eine Spezialversion aus: Die 80 Fahrzeuge erhalten für den Fischtransport eine Kühlanlage, die ihren Strom direkt aus Solarzellen vom Fahrzeugdach bezieht. Was laut Unternehmensmitteilung einen „Meilenstein in der E-Logistik“ bedeutet: „Noch nie zuvor wurde eine State-of-the-Art Kälteanlage in einem Elektro-Lieferwagen installiert.“ Knapp 700 Kilo Fisch lassen sich so ausliefern.

Gleichzeitig mit der Bestellung kritisierte Deutsche-See-Geschäftsführer Egbert Miebach den bisherigen Fahrzeug-Lieferanten Volkswagen. Der Wolfsburger Konzern habe für die nächsten zehn Jahre kein passendes Elektroauto anbieten können, kritisierte er gegenüber der „Bild am Sonntag“.

Mit dem Einstieg in die E-Mobilität dürften sich die Geschäftsbeziehungen zwischen der Fischfirma und Volkswagen weiter abkühlen. Um den CO2-Ausstoss des eigenen Fuhrparks mit rund 450 Klein-Lastern zu reduzieren, hatte die Deutsche See vor wenigen Jahren begonnen, nur VW-Fahrzeuge mit BlueMotion-Dieseltechnologie zu kaufen. Nach Bekanntwerden der Stickoxid-Manipulationen hatte der Fischgroßhändler Anfang Februar eine Schadenersatzklage über 11,9 Mio. Euro gegen VW beim Landgericht Braunschweig eingereicht.

 
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Dienstag, 02.05.2017, 12:00 Uhr