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Enerige & Management > Klimaschutz - EU-Klimaziele: Mit Mühe machbar
Bild: Fotolia.com, Nicole Effinger
KLIMASCHUTZ:
EU-Klimaziele: Mit Mühe machbar
Machbar, aber nur mit erheblichen Anstrengungen: Zu dem Schluss kommt eine Studie, die sich mit Verschärfungen der EU-Klimaziele beschäftigt. Nicht nur Technologien müssten sich ändern.
 

Bisher war es das Ziel der EU, die Treibhausgase bis 2030 um 40 % verglichen mit 1990 zu reduzieren. Jetzt steht eine Verschärfung im Raum: Die Kommission strebt 50 bis 55 % an, im EU-Parlament kann man sich sogar 65 % vorstellen. Mit der Machbarkeit beider Szenarien beschäftigt sich die am 22. Juni veröffentlichte Climact-Studie. Sie untersucht die Auswirkungen in den Bereichen Verkehr, Wohnen, Energie, Industrie und Landwirtschaft.

Fazit: Die angestrebten Senkungen der Treibhausgase wären möglich, es müssten aber in allen Bereichen erhebliche Beiträge geleistet werden. Nicht nur technologische Fortschritte seien nötig. Für die 65-%-Marke wären zusätzlich gravierende Veränderungen beim Verhalten der Bürger erforderlich.

Beispiel Mobilität: 60 bis 88 % aller Neuwagen müssten 2030 abgasfrei fahren, um das 55-%-Ziel zu erreichen – um auf 65 % weniger CO2 zu kommen, sogar 93 %. Hier sollte alles schneller gehen, zumal die alternativen Antriebe ja bereits existieren, heißt es. Zudem gebe es weitere erfreuliche Auswirkungen, etwa weniger Lärm und Luftverschmutzung in den Städten. Der Flugverkehr bedarf nach Ansicht der Studienmacher ebenfalls stärkerer Einschränkungen. Sie verlangen mehr Regulierung bei den Emissionen, den Einsatz alternativer Treibstoffe und moderner Flugzeugtypen.

Energetische Sanierung auch ein Konjunkturmotor

Eine radikale Abkehr von der Kohleverstromung gehört laut der Untersuchung zu den weiteren Bedingungen: Sie sollte auf 10 % (5 %) des bisherigen Einsatzes zurückgefahren werden und dann nur noch bei 50 (25) Mrd. kWh liegen. Im Gegenzug wird eine Verdoppelung oder Verdreifachung bei der Stromerzeugung aus Windkraft- und Solaranlagen um bis zu 135 Mrd. kWh jährlich gefordert.

Die Industrie sehen die Wissenschaftler in der Pflicht, wenn es um den Anteil von Recycling-Material bei neuen Produkten geht, etwa beim Stahl und beim Zement, wo Quoten von 65 bis 75 % beziehungsweise 75 bis 80 % verlangt werden.

Einen wichtigen Beitrag hat nach der Untersuchung auch der Bereich Wohnen zu leisten. Es gelte, jedes Jahr 2,3 bis 3,5 % des Bestandes zu sanieren, sodass in den Gebäuden anschließend 80 % weniger Energie verbraucht wird. Dabei wird ausdrücklich auf die positiven Konjunkturfolgen von umfassenden Sanierungsmaßnahmen hingewiesen, vor allem bei den Beschäftigungszahlen.

Die Landwirtschaft schließlich müsse den Flächenverbrauch in Relation zu den erzeugten Gütern um 17 % senken, der Fleischkonsum soll um 11 % zurückgehen, für den 65-%-Ansatz um 32 %.


 
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Montag, 22.06.2020, 14:48 Uhr