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Enerige & Management > Geothermie - Ex-Kaserne in Bamberg wandelt sich zum Wärmequartier
Bild: Fotolia, Cardaf
GEOTHERMIE:
Ex-Kaserne in Bamberg wandelt sich zum Wärmequartier
Von der Kaserne zum Vorzeige-Energiequartier: Im Osten Bambergs stecken Bund und die örtlichen Stadtwerke Millionen Euro in die effiziente und grüne Wärme- und Stromversorgung.
 
Im Bamberger Lagarde-Quartier waren bis zum Jahr 2014 US-Soldaten zu Hause, aktuell ziehen Glasfaserkabel, Erdsonden und Erdkollektoren auf rund 20 Hektar des insgesamt 420 Hektar großen Areals ein. Auf einem Teil des ehemaligen Kasernengeländes im Ostteil der Stadt soll ab Herbst 2022 ein innovatives Energiesystem etwa 1.200 Wohnungen und Gewerbeimmobilien mit bis zu 1.500 Arbeitsplätzen versorgen. Dies teilen die Stadtwerke Bamberg mit.

Über 70 % der erforderlichen Wärme soll dann aus regenerativer Erzeugung stammen, wozu vor allem Geothermie sowie Abwässerwärme und Abwärme der Gewerbebetriebe beitragen.

In das Großprojekt investieren die Stadtwerke Bamberg 18 Mio. Euro, aus Bundesmitteln fließen 7,65 Mio. Euro nach Oberfranken. Das Energiesystem ist eine gemeinschaftliche Entwicklung des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und einem Nürnberger Ingenieurbüro. Zum Einsatz kommen Solaranlagen mit einer Leistung von 1,7 MW, die die Wärmepumpen antreiben, sowie ein intelligentes Wärmeverteilnetz zwischen Anlagen und Gebäuden.

Energiezentrale mit zentralem Speicher und Blockheizkraftwerk

Als Motor der Anlage fungiert die Energiezentrale, die mit einem zentralen Batteriespeicher und einem Blockheizkraftwerk ausgestattet ist. Zum System zählen ferner 55 Erdwärmesonden und -kollektoren unter den Gebäuden, die nicht zuletzt für das Speichern überschüssiger Wärme und Abwärme in der wärmeren Jahreszeit eine Rolle spielen.
  Für die künftigen Mieter soll sich das moderne Energiekonzept in Heller und Pfennig auszahlen: Da es im Lagarde-Quartier keine herkömmliche Heizungsanlage samt Servicearbeiten mehr geben wird, entfallen diverse Investitionen. Die Stadtwerke Bamberg versprechen den Kunden zudem einen günstigen Einstiegspreis und wollen den Preis für die Wärme perspektivisch nur moderat anheben. "Das Energiekonzept", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Fiedeldey, "setzt nicht nur Maßstäbe beim Klimaschutz, sondern garantiert den Bewohnern auf lange Sicht geringe Betriebskosten." Dazu trägt auch das Bundeswirtschaftsministerium bei, das die Hälfte der Kosten für Technik und Infrastruktur übernimmt.

Die Stadtwerke sind im Quartier zugleich für Mobilitätslösungen und den Glasfaserausbau zuständig. Das Wärmenetz selbst verteilt gemäß Standard "4.0" aufgrund niedriger Systemtemperaturen die Wärme besonders effizient, weil wenig Energie im Netz verloren geht und das Nahwärmenetz im Gegenteil stellenweise mehr Energie aufnimmt.

 
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