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Enerige & Management > Biogas - Fachverband Biogas zieht positive Jahresbilanz
Bild: Fotolia.com, Stephan Leyk
BIOGAS:
Fachverband Biogas zieht positive Jahresbilanz
Der Fachverband Biogas zieht eine insgesamt positive Bilanz des Jahres 2019, mahnt aber, den vielen politischen Ankündigungen bald konkrete Gesetze folgen zu lassen. 
 
Horst Seide, der Präsident des Fachverbandes Biogas, verbreitete vorsichtigen Optimismus auf der Biogas Convention in Nürnberg. Die Wichtigkeit von Gas und Biogas für die künftige Energieversorgung sei mittlerweile in der Politik abgekommen: „Wir sind Problemlöser sowohl beim Klimaschutz als auch für die Landwirtschaft“, konstatierte der Verbandspräsident.

Die wichtigste Weichenstellung des Jahres 2019 sei das politische Bekenntnis der Bundesregierung zu Biogas im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2030 gewesen. Man habe in Berlin erkannt, dass das Ziel, 65 % des Strombedarfs bis 2030 aus erneuerbaren Quellen zu decken, nur mit Biogas zu erreichen sei.

Das ist zwar positiv, doch müsse dafür der Beitrag von Biogas zur Stromversorgung auf dem aktuellen Niveau erhalten bleiben. Dafür ist es laut Seide wichtig, dass alle Absichtserklärungen jetzt auch zügig in Gesetze umgesetzt werden. Denn die Betreiber von Biogasanlagen brauchen eine Perspektive, wenn im kommenden Jahr für die ersten Anlagen der EEG-Vergütungszeitraum nach 20 Jahren endet. Es drohe sonst ein Rückbau funktionstüchtiger Anlagen. „Wenn 2020 nicht gehandelt wird, kann es danach für viele Betreiber zu spät sein“, mahnte Seide.

Eine Biogasquelle, die stärker genutzt werden sollte, ist die Vergärung von Gülle. Diese habe ein großes nutzbares Potenzial, außerdem ließen sich damit über 7 Mio. Tonnen CO2-Emissionen einsparen.

Biogas auch für den Gebäude- und Verkehrsbereich nutzen

Eine Perspektive jenseits der Verstromung sieht der Fachverband Biogas in der Aufbereitung von Biogas zu Biomethan und der anschließenden Einspeisung in das Gasnetz. Biogas komme so auch im Gebäudebereich und im Verkehr an. Mit dem Dialogprozess „Gas 2030“ sei hier eine Tür geöffnet worden.

Damit die Potenziale erschlossen werden können, müsse 2020 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) dringend novelliert werden. Außerdem müsse es neue Regelungen zur Güllevergärung geben und eine Anpassung der Ausschreibungsvolumina und der Gebotshöchstwerte. Darüber hinaus sei es essenziell, den Gasdialog weiterzuführen und auszubauen.

„Um den deutschen Biogasmarkt zu erhalten, wird 2020 ein ganz entscheidendes Jahr“, ergänzte Präsidiumsmitglied Christoph Spurk. Aktuell könnten sich viele deutsche Unternehmen nur noch am Markt halten, weil Auslandsmärkte zunehmend an Bedeutung gewinnen, allen voran Frankreich. Immer mehr Umsatz von Unternehmen in der Biogasbranche werde im Ausland erwirtschaftet, aktuell liegt laut Spurk bei 80 %. Ohne Heimatmarkt haben die Unternehmen aber in der Zukunft keine tragfähige Basis, mahnte Spurk. 

 
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Mittwoch, 11.12.2019, 14:44 Uhr