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GASMARKT:
Gas-Union kauft Speicheranteile in Epe
Das Aachener Stadtwerke-Netzwerk Trianel und der kommunale Gasbeschaffer Gas-Union in Frankfurt wollen langfristig kooperieren. Im ersten Schritt steigt Gas-Union beim Trianel-Speicher in Epe ein.
 

Die Gas-Union GmbH übernimmt von der Trianel GmbH 10 % der Gesellschafteranteile an dem Kavernenspeicher im westfälischen Epe, der von 2006 bis 2008 gebaut wurde und die Beschaffungsmöglichkeiten der Trianel-Gesellschafter verbessert. In den vier Kavernen in Epe können bis zu 230 Mio. m3 Erdgas eingelagert werden. Der Trianel-Anteil verringert sich durch den Verkauf auf 7,6 %. Weitere Gesellschafter des Gasspeichers sind 13 kommunale Unternehmen aus dem Trianel-Netzwerk.

Zum Kaufpreis wollten die Vertragspartner keine Angaben machen. Gas-Union-Geschäftsführer Hugo Wiemer sprach bei der Bekanntgabe der neuen Kooperation am Rande der Handelsblatt Jahrestagung Energiewirtschaft am 19. Januar in Berlin von einem „fairen Preis" für die Anteile. Die bisherigen Gesamtinvestitionen in den Speicher Epe beziffert Trianel mit knapp 300 Mio. Euro.

Die Gas-Union sieht ihren Einstieg beim Trianel-Gasspeicher in Epe als ersten Schritt einer strategischen Zusammenarbeit, sagte Wiemer. Das Frankfurter Unternehmen betreibt in Reckrod bei Bad Hersfeld selbst einen noch erweiterungsfähigen Kavernenspeicher, kann also eigene Erfahrungen in diesem Geschäft beitragen.

Die Gas-Union sieht sich darüber hinaus in einer „Scharnierfunktion" zum kommunalen Netzwerk Thüga. Verbindungsglied ist die Frankfurter Mainova, die größter Gesellschafter der Gas-Union ist und erheblich Anteile an der Thüga hält. Entscheidend für die Entwicklung der kommunalen Unternehmen im Wettbewerb sei es, „möglichst große Portfolien zu bündeln und zu optimieren", erklärte Wiemer. Gas-Union könne dazu mit einem jährlichen Absatzvolumen von rund 55 Mrd. kWh im Jahr 2010 beitragen.

Portfoliooptimierung und Beschaffung als Aktionsfelder

Portfoliooptimierung sieht auch Trianel-Chef Sven Becker als reizvolles Kooperationsobjekt. „Von den zusätzlichen Impulsen und der umfassenden Expertise der Gas-Union wird das gesamte Gasgeschäft der Trianel profitieren", sagte er. Das Stadtwerke-Netzwerk bewirtschaftete zuletzt für seine Kunden ein jährliches Portfolio von 14 Mrd. kWh.

Es sei „für beide Seiten reizvoll, Beschaffungsfragen gemeinsam anzugehen", nannte Wiemer ein weiteres, über Speichergeschäft und Portfoliooptimierung hinausgehendes Kooperationsthema. Gas-Union hat bereits von Wintershall einen Anteil an einem Gasfeld in der britischen Nordsee erworben, das ab Ende des Jahres die ersten Gasmengen liefern wird. Trianel überlegt seit längerem, sich in der Erdgasförderung zu engagieren, wobei Becker weiter einräumen muss, „dass wir dafür eine begrenzte kritische Masse haben".

Auch der Trianel-Chef hofft, dass sich die Bündelung von Portfolien bei der Beschaffung auszahlen könnte. Damit würden „Schritte möglich, die wir bisher allein nicht realisieren konnten". Über weitere Felder der „langfristig und strategisch ausgerichteten Kooperation", werde verhandelt, verkündeten die beiden Geschäftsführer vielversprechend.


 
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Mittwoch, 19.01.2011, 16:42 Uhr