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Enerige & Management > Gas - Gasag setzt auf erneuerbaren Wasserstoff
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Gasag setzt auf erneuerbaren Wasserstoff
Gasag-Chef Holtmeier hält es für möglich, in Berlin bereits 2030 dem Erdgas bis zu 25 % synthetische Gase beizumischen und will zur Produktion erneuerbaren Strom aus Brandenburg nutzen.
 
„Ich kann mir hundert Prozent erneuerbare Gase vorstellen“, sagt Gerhard Holtmeier zum Thema Dekarbonisierung der Erdgasversorgung. Schon bis 2030 werde der Anteil synthetischer, also per Elektrolyse aus Strom erzeugter Gase deutlich zunehmen, prognostizierte der Vorstandsvorsitzende des Berliner Energieversorgers Gasag beim Energie-Gipfel der Zeitung Handelsblatt. Seiner Einschätzung nach könnten bis zum Ende der nächsten Dekade bereits 20 bis 25 % synthetische Gase im Gasnetz sein.

Für Berlin schwebt Holtmeier vor, zur Erzeugung von Wasserstoff oder synthetischem Methan erneuerbaren Strom aus dem brandenburgischen Umland zu nutzen. Dafür werde die Gasag zusammen mit dem Verteilnetzbetreiber Edis im westlichen Brandenburg eine Power-to-Gas-Anlage bauen, kündigte er an. „Wir werden uns technologisch sehr viel anschauen müssen“, sagte er beim Energie-Gipfel. Den Finanzbedarf für die Power-to-Gas-Anlage bezifferte er auf 40 Mio. Euro.

Der Gasag-Chef fordert dafür aber eine Veränderung der Rahmenbedingungen. Power-to-Gas-Anlagen sollten nicht mehr als Energieverbraucher angesehen und dementsprechend mit Umlagen oder Abgaben belastet, sondern als Teil der Netzinfrastruktur eingestuft werden. „Für mich ist eine Power-to-Gas-Anlage nichts anders als ein Stromverteilkasten“, meinte Holtmeier.

Neben erneuerbarem synthetischem Gas werde auch Biomethan, das aus Pflanzen oder Abfallstoffen produziert wird, eine stärkere Rolle als heute in der Gasversorgung spielen, so der Gasag-Chef weiter.

Bislang sind aber auch die Perspektiven für Erdgas noch sehr gut. „Die Gasag wächst und der Gasverbrauch wächst“, umriss Holtmeier die aktuelle Situation. Das Unternehmen habe seinen Gasabsatz zuletzt noch einmal steigern können. Die Nachfrage bleibe hoch, vor allem in der Wärmeversorgung. Erdgas leiste dort weiter als Ersatz für CO2-intensivere Brennstoffe einen „positiven Beitrag zum Klimaschutz“.

Die Gasag stehe auch unverändert zum stärkeren Einsatz von Erdgas als Kraftstoff im Verkehr, unterstrich Holtmeier und kündigte ein Projekt mit einem Autohersteller an, das eine größere Zahl von Erdgasautos auf die Straße bringen soll. „Wir werden uns aber von den Tankstellen trennen“, bestätigte der Gasag-Chef die Ende 2018 bekannt gewordenen Verkaufsabsichten.

In der Bewertung der deutschen Klimaschutzpolitik bleibt Holtmeier skeptisch: Deutschland werde auch 2030 sein Klimaziel verfehlen und die Kohlekommission werde „keinen Mehrwert bringen, weil der Kohleausstieg sowieso kommt“, sagte er in Berlin.

 
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Mittwoch, 23.01.2019, 17:13 Uhr