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GAS:
Gasbranche soll ihr Image polieren
Eine Kommunikationsoffensive, die den Beitrag des Erdgases zum Klimaschutz darstellt und damit das insgesamt angekratzte Image des Energieträgers wieder etwas poliert, fordert Deutschlands Marktführer im Gasgeschäft, die Eon Ruhrgas AG.
 

"Alle reden vom Klimaschutz, die einzige Branche, von der man dazu nichts hört, ist die Gaswirtschaft", kritisierte zum Auftakt der Euroforum-Jahrestagung Erdgas am 9. Oktober in Berlin Bernard Reutersberg. Der Vertriebsvorstand der Eon Ruhrgas AG regte an, die Rolle des Erdgases als klimaverträglicher Energieträger stärker herauszustellen. Dafür sei es auch nötig, energieeffiziente Anwendungstechniken wie Gaswärmepume, Mikro-KWK und Brennstoffzellen weiterzuentwickeln. Reutersberg sieht in diesem Rahmen auch das Bioerdgas "vor einem deutlichen Schub" und will das Thema Erdgas als Autokraftstoff "neu anpacken".

Der Vertriebsvorstand des deutschen Marktführers will jedoch nicht nur das grüne Image des Erdgases gepflegt sehen. "Es gibt für die Branche keine andere Chance, als uns zu öffnen", erklärte er in Berlin. Eon Ruhrgas habe erkannt, "dass wir uns dem Wettbewerb stellen müssen" - davon verspricht er sich die notwendige generelle Imageverbesserung.

Auf Seiten der Kunden nehme Eon Ruhrgas "eine deutliche Bewegung weg von Vollversorgungsprodukten" wahr, führte Reutersberg aus. Die Tendenz gehe deutlich in Richtung "Festpreise und marktorientierter Bepreisung". Vollversorgung werde "immer weniger nachgefragt", bestätigte auch Heimo Hinterer von der Econgas Deutschland GmbH, Tochter des österreichischen Mineralölkonzerns OMV. Am deutschen Gasmarkt werden sich nach Einschätzung Reutersbergs zwei Preiswelten heraubilden, eine ölpreisorientierte und eine handels- und börsenorientierte.

Langfristig wird es in der EU nach Einschätzung der Branche eine von den bisherigen nationalen Märkten losgelöste Preisbildung geben. "Es wird einen internationalen Preismarkt geben", meinte Hinterer. "Es geht schon in Richtung eines einheitlichen europäischen Preises", lautet die Einschätzung von Reutersberg. Dies sei durchaus im Sinne der Bemühungen der EU-Kommission, führte Helmut Schmitt von Sydow aus. Ziel der Marktöffnungs-Bemühungen sei, früher oder später zu einem einheitlichen europäischen Preis zu kommen", erklärte der Berater der Kommission.

Dafür, dass die Preise nicht in den Himmel schießen, sorgt in Deutschland weiter die Bundesnetzagentur durch die Regulierung der Netzentgelte. Für die zweite Genehmigungsrunde kündigte der Abteilungsleiter für die Energieregulierung, Klaus-Peter Schultz, "neue Prüfschwerpunkte" an. Die Behörde wolle dabei vor allem den Block der aufwandsgleichen Kosten, die bei den Unternehmen sehr unterschiedlich hoch ausfielen, und die Entgelte für Messdienste genauer unter die Lupe nehmen.


 
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Dienstag, 09.10.2007, 14:50 Uhr