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Enerige & Management > Wärme - Gasbranche will sich nicht verdrängen lassen
Bild: Fotolia.com, Torbz
WÄRME:
Gasbranche will sich nicht verdrängen lassen
Mit einer Informationskampagne, die Mitte Oktober startet, will die Initiative Zukunft Erdgas die Politik davon abbringen, Erdgas vorschnell aus der Versorgung zu drängen.
 
„Erdgas neu positionieren“, will Timm Kehler, Geschäftsführer der Initiative Zukunft Erdgas. Er sieht den Energieträger aktuell von der deutschen Energiepolitik nicht adäquat behandelt und will mit einer öffentlichkeitswirksamen Informationskampagne dazu beitragen, die Potenziale von Erdgas beim Verringern von Treibhausgasemissionen besser zur Wirkung zu bringen.

„Erdgas lebt beim Verbraucher, wird aber von der Politik beerdigt“, beschrieb Kehler beim Diskussionsforum Zukunftswerkstatt Erdgas am 28. September in Berlin das Dilemma. Erdgas sei ein relativ klimaschonender, bezahlbarer sowie sicherer Energieträger und genieße in der Wärmeversorgung hohe Akzeptanz – doch die Politik wolle es vorschnell aus der Versorgung drängen. Die Gaswirtschaft hat das spätestens realisiert, seit bei der Debatte über einen Klimaschutzplan auch darüber diskutiert wird, Erdgasheizungen ab 2030 zu verbieten.

Solche energiepolitischen Pläne stoßen auf entschiedenen Widerstand. Die Gasbranche sieht Erdgas bei der Klimaschutzdiskussion zu Unrecht mit wesentlich CO2-intensiveren fossilen Energieträgern wie Kohle und Öl in einen Topf geworfen und plädiert stattdessen dafür, Öl und Kohle schnell mit Gas aus dem Verkehrssektor, aus der Stromerzeugung und aus der Wärmeversorgung zu verdrängen und so den Treibhausgassaustoß spürbar zu senken.

Miteinander von konventioneller und erneuerbarer Energie

Mit den Worten „möglichst effizient CO2 einsparen“, beschreibt Ludwig Möhrig diesen Weg. Der Vertriebsvorstand des Gasgroßhändlers Wingas plädierte in Berlin entschieden für „ein Miteinander von konventioneller und erneuerbarer Energie“, um im Klimaschutz voranzukommen. Erdgas sei ein wichtiges Instrument, weil es in Verbindung mit effizienter Anwendungstechnik eine rasche und deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen ermögliche. Beschleunigter Klimaschutz sei dringend nötig, weil sonst das CO2-Budget für dieses Jahrhundert sehr schnell erschöpft sein könnte.

Verständnis für das Anliegen der Gaswirtschaft signalisierte bei der Zukunftswerkstatt Thomas Bareiß. Es sei „wichtig, dass wir weiter auf den Energieträger Erdgas setzen“, sagte der Koordinator für Energiepolitik der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Die Potenziale seien da, sie müssten nur genutzt werden.

Doch die klimapolitischen Grundpositionen wird auch ein modifizierter politischer Umgang mit Erdgas nicht verändern. Alle Energieverbrauchssektoren werden 2050 mit ihren Treibhausgasemissionen „bei Null ankommen müssen“, bekräftigte Oliver Krischer. „Jeder muss sich dieser Wahrheit stellen“, so der Energiepolitiker der Bundestagsfraktion der Grünen. Das gilt auch für Gaswirtschaft.

 
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Donnerstag, 29.09.2016, 16:22 Uhr