• Kaum Bewegung bei Strom und Gas, CO2 etwas schwächer
  • Mehr Flächen für Windturbinen durch weniger Drehfunkfeuer
  • Stromerzeugung und Agraranbau in einem
  • Gasag-Gruppe visiert klimaneutrale Zukunft an
  • Diese Plattform ist "ein bisschen zu früh gekommen"
  • Batterierecycling mit Hindernissen
  • Mehr Strom aus fossilen Energieträgern im ersten Quartal 2021
  • "Wir müssen jetzt Gas geben!"
  • Das Jahrzehnt wird deutlich wärmer
  • RWE startet Bau von 1,4-GW-Windpark
Enerige & Management > Gas - Gasproduzenten wehren sich gegen Auflagen
Bild: Fotolia.com, WoGi
GAS:
Gasproduzenten wehren sich gegen Auflagen
Die in Deutschland aktiven Erdgasproduzenten fordern, die inländische Gasförderung nicht einzuschränken, sondern zu stärken.
 
„Lasst uns die werthaltige Produktion hierzulande zurückholen. Traditionelle Förderung muss weiter möglich sein“, fordert am 11. März im Interview mit dem „Handelsblatt“ Rainer Seele, der Vorstandsvorsitzende der BASF-Gasfördertochter Wintershall.

Die Erdgasproduktion in Deutschland ist seit vier Jahren stark rückläufig, weil die Fracking-Diskussion im Zusammenhang mit der Schiefergasgewinnung in den USA und der sich daraus entwickelnde Widerstand gegen Schiefergasförderung in Deutschland auch Bohrgenehmigungen für heimische konventionelle Erdgasförderung verzögern und damit die Erschließung von Vorkommen verhindern.

Die Förderindustrie fürchtet, dass das Fracking-Gesetz, das künftig die Anwendung des umstrittenen Bohrverfahrens regeln soll, so scharf ausfällt, dass selbst die bisher kaum von Widerstand betroffene konventionelle Gasförderung weiter stark beeinträchtigt wird.

„Wir setzen darauf, dass die Politik die Konsequenzen berücksichtigt und das Gesetzgebungsverfahren zügig und mit Augenmaß zum Abschluss bringt, damit die Erdgasproduktion in Deutschland verantwortungsvoll fortgesetzt und auch neue Potenziale endlich erforscht werden können“, heißt es beim Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG).

Heimische Gasförderung gegen Importabhängigkeit

Der Bundestag stehe kurz vor der Entscheidung, ob es künftig noch eine Erdgasförderung in Deutschland geben wird oder das Land sich mittelfristig zu hundert Prozent von Importen abhängig macht. „Für diese Entscheidung ist es höchste Zeit“, sagte am 9. März in Berlin der WEG-Vorsitzende Gernot Kalkoffen.

Der Verband sieht sich vor „unverhältnismäßig hohen Belastungen“ durch die geplanten gesetzlichen Auflagen. Kritisiert wird der Verlust von mehr als 20 Prozent der Erdgasreserven durch den vorgesehenen großflächigen Ausschluss von Fracking-Bohrungen. Umweltverträglichkeitsprüfungen und wasserrechtliche Erlaubnisse verlängerten die Genehmigungsverfahren deutlich und erschwerten Investitionsentscheidungen. Die Gasindustrie verweist zu ihrer Rechtfertigung immer wieder auf 60 Jahre Erfahrungen mit der Gasförderung in Deutschland und 30 Jahre umweltverträglichen Einsatz von Fracking in konventionellen Gasvorkommen.

Die Bundesministerien für Umwelt und Wirtschaft haben Ende 2014 einen Entwurf für ein Fracking-Gesetz vorgelegt, der Änderungen im Wasserhaushalts- und Bundesnaturschutzgesetz sowie in bergrechtlichen Verordnungen vorsieht. Ziel ist, „die strengsten Regeln“ einzuführen, die es in diesem Bereich in Deutschland jemals gab. Das Gesetz soll die Fracking- Technologie aber nicht generell ausschließen, sondern auch „eine kontrollierte und sorgfältige Untersuchung möglicher Auswirkungen auf die Umwelt und den Untergrund ermöglichen“.

 
Möchten Sie diese und weitere Nachrichten lesen?
 
 
Testen Sie E&M powernews
kostenlos und unverbindlich
  • Zwei Wochen kostenfreier Zugang
  • Zugang auf stündlich aktualisierte Nachrichten mit Prognose- und Marktdaten
  • + einmal täglich E&M daily
  • + zwei Ausgaben der Zeitung E&M
  • ohne automatische Verlängerung
 
Jetzt kostenlos testen
 
Login für Kunden
 

Kaufen Sie den Artikel
  • erhalten Sie sofort diesen redaktionellen Beitrag für nur € 8.93
 
JETZT ARTIKEL KAUFEN
Mehr zum Thema

 
Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?
 
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter  vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.
 
WEITERE INFORMATIONEN
© 2021 Energie & Management GmbH
Mittwoch, 11.03.2015, 16:35 Uhr